Atens - „Hereinspaziert, nur Mut, ihr lieben Leute. Eine Riesen-Sensation präsentieren wir euch heute.“ Trommelwirbel, Gesang und Akrobatik in der Schule Am Siel: 155 Schüler haben am Montag einen Vorgeschmack auf die Zirkuswoche bekommen, die vom 12. bis 16. August an der Schule stattfinden wird.
Schulleiterin Karen-Silke Seemann hatte sich extra in einen bunten Clown verwandelt und kündigte das Ereignis an. Nach den Sommerferien gastiert für eine Woche der Circus Soluna in Atens und schlägt sein großes Zelt auf dem Schulgelände auf. Eine erlebnispädagogische Zirkuswoche soll den Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 19 Jahren geboten werden.
Der Clou an dem Projekt: Die Zirkusfamilie besteht aus Lehrern und den Schülern selbst. An vier Tagen werden speziell ausgebildete Trainer mit den Kindern eine komplette Vorstellung erarbeiten.
Am Freitag, 16. August, ist es dann soweit: Nach einer Generalprobe am Vormittag vor Grundschülern, Kindergartenkindern und Fünftklässlern präsentieren sich die jungen Artisten ab 14 Uhr den Nordenhamern. „Jeder kann zugucken“, sagt Karen-Silke Seemann.
Kunststücke und Tricks
Die Schüler wählen das Programm für ihren großen Auftritt selbst aus. Sie entscheiden, welche Kunststücke und Tricks sie vorführen wollen. Die Trainer des Zirkus helfen ihnen bei der Umsetzung.
Auf einen Hochseilakt und ähnlich waghalsige Einlagen müssen die Zuschauer vermutlich verzichten. Der Leistungsgedanke steht bei dem Zirkusprojekt nicht im Vordergrund. Stattdessen bekommen die Gäste selbst einstudierte Tricks zu sehen.
Die Zirkuswoche, die zum ersten Mal an der Schule am Siel stattfindet, erfüllt auch mehrere pädagogische Aufgaben. „Die Schüler sehen, was sie können. Das stärkt Selbstvertrauen, Sozialverhalten und das Miteinander“, sagt Schulleiterin Karen-Silke Seemann. Lernen mit allen Sinnen sei das Ziel.
Im Mittelpunkt
Wenn die Mädchen und Jungen bei ihrem großen Auftritt im Mittelpunkt stehen, so die Hoffnung der Lehrer, wachsen sie über sich hinaus. Der Gedanke der Inklusion soll bei dem Projekt ebenfalls umgesetzt werden, deshalb wird es gemischte Gruppen mit Kindern unterschiedlicher Altersstufen und Förderbedarfe geben.
Am Montag fingen schon die ersten an und jonglierten mit Bällen und Tellern auf der Bühne, machten Figuren aus Luftballons und ließen Hula-Hoop-Reifen tanzen.
