Oldenburg - Als vor einigen Wochen der Koch der Schulmensa am Schulzentrum Alexanderstraße, Musa Bojang, die Idee unterbreitete, in unregelmäßigen Abständen Länderwochen einzuführen, an denen die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen maßgeblich beteiligt sein sollten, war Klassenlehrer Steffen Mennenga vom Neuen Gymnasium sofort begeistert. So wurde seine 5a auserkoren, das Pilotprojekt zu starten.
Die Klasse entschied sich für Chile, auch weil eine Schülerin erklärte, sie habe Freunde, die nach Südamerika gezogen seien. Sie würde gerne wissen, wie das Essen dort schmecke. Mennenga sagt: „Wie es der Zufall wollte, erwies sich für die Schülerinnen und Schüler ihre Erdkundelehrerin Myrna Condori-Westhus als gebürtige Chilenin schnell als wichtige Expertin.“ So entstanden im Erdkunde- und Kunstunterricht große Plakate über Chile. Sogar der chilenische Honorarkonsul Reinhard Kütter aus Bremen konnte gewonnen werden und stellte sich den Fragen der Klasse.
Am vergangenen Montag ging es für eine kleine Gruppe der 5a los: von der ersten Stunde an halfen sie Musa Bojang und seiner Köchin Wiebke Kösters, die original chilenischen Rezepte zuzubereiten. „Das Kochen war das eigentliche Highlight der Woche“, sagt Antonio aus der 5a. So standen am Ende Ensalata Chilena, Burritos oder Empanadas, Paella und viele andere Rezepte auf dem Speiseplan, wurde Gemüse geputzt und gewaschen, geschnitten, gerührt und gehackt und auch ein Einblick in die komplexen Abläufe einer großen Küche gewährt. Die Bilanz der Koch-Aktion fällt sehr gut aus. Steffen Mennenga sagt: „Schon am ersten Tag war zu erkennen, dass das Konzept des Vereins Schulfrühstück und Schulkoch Mosa Bojang, Schüler früh an die Mensa heranzuführen und eine Wertschätzung für die frisch zubereiteten Speisen zu erzielen, voll aufgehen würde.“
