Wildeshausen - Ungewöhnlich dichtes Gedränge herrschte auf dem Pausenhof des Gymnasiums Wildeshausen. Weit über 500 Schülerinnen und Schüler hatten sich dort in einer Pause versammelt, um aufwärts zu blicken und „Gesicht zu zeigen“. Auf Initiative der Schülervertretung wollten die Jugendlichen unter dem Motto „Wir gegen Mobbing!“ ein Zeichen gegen Mobbing und soziale Ausgrenzung setzen, um das Bewusstsein der Schüler und aller Schul-Angehöriger für den Umgang mit Aggression und Diffamierung zu schärfen.

„Wir haben eine Aktion geplant, in deren Mittelpunkt ein Foto aller Schüler stehen soll, die sich gegen Mobbing in unterschiedlichen Formen aussprechen wollen“, berichtet Rike Hannekum, die gemeinsam mit ihrem Mitschüler Maximilian Preiß und anderen SV-Mitgliedern die Organisation und Durchführung koordiniert hat.

Im Vorfeld hatte ein Gymnasiast Kontakt mit der Schülervertretung aufgenommen, seine eigene Betroffenheit dargestellt und eine Maßnahme der Schulöffentlichkeit angeregt. So war es zu der Aktion auf dem Pausenhof gekommen, die der Oberstufenschüler Marvin Spille vom Flachdach des Schulgebäudes aus mit der Kamera festhielt. „Wir werden die Aufnahme vergrößern und im öffentlichen Raum des Gymnasiums präsentieren. Unter dem Bild sollen die Namen aller Beteiligten aufgelistet werden“, so Rike Hannekum weiter.

Darüber hinaus strebt die SV an, das Thema weiterzuverfolgen und langfristiger in den Schulalltag einzubetten. Dazu sprachen die Schülervertreter bereits bei der Schulleitung vor und riefen auch die Lehrer dazu auf, im Unterricht vor allem der Sekundarstufe I auf Mobbing-Probleme einzugehen.

„Mit Beharrlichkeit und Kreativität kann man bestimmt etwas gegen Gewalt und Ausgrenzung unternehmen“, ist sich Rike Hannekum sicher, die auch als Streitschlichterin aktiv ist. „Die Foto-Aktion ist dazu ein wirksamer Beitrag.“