Gehlenberg - Das Thema „Brasilien“ der diesjährigen Projektwoche der Grundschule Gehlenberg interessierte die Schüler aus aktuellem Anlass besonders. So war der Zeitpunkt gut gewählt und die Kinder beteiligten sich mit Freude und Neugier an den Workshops, in denen sie unterschiedliche Themengebiete bearbeiteten. Jedes Kind hatte für die ersten vier Tage des Projektes seinen eigenen Stundenplan.
In altersgemischten Gruppen erfuhren sie Wissenswertes über das Land Brasilien, über Tiere und Natur sowie Musik und Tanz. Mit ihren Lehrerinnen lernten die Kinder Samba tanzen, bastelten Instrumente und sangen Lieder. Die Kinder hatten die Möglichkeit, sich mit der Bedeutung des tropischen Regenwaldes oder mit der Lebensweise der Menschen zu beschäftigen. Was versteht man unter „typisch Brasilien“? Was essen und trinken die Brasilianer ? Diesen Fragen gingen sie auf die Spur.
Eine wichtige Rolle spielte auch das Thema Fußball. Neben sportlichen Aktivitäten wurden T-Shirts selbst gestaltet, die meistens als Fußballtrikots mit den Namen und Nummern der Stars beschriftet wurden.
Doch die Kinder hatten auch gelernt, dass es in Brasilien nicht nur Fußball gibt. Zum Abschluss der Projektwoche wurde noch einmal das Thema Armut besonders deutlich. Schulleiterin Anita Schlarmann konnte Werner Rosemeyer aus Löningen begrüßen, dessen Bruder Bernd den Verein „Der Kleine Nazareno“ gründete. Dieser berichtete in einem Bildervortrag über die Straßenkinder in Brasilien. Die Bilder der Straßenkinder und die Schilderung der Lebenssituation berührten die Grundschulkinder in Gehlenberg. Sie wollten den Gleichaltrigen in dem fernen Land helfen und hatten schon während der Woche als Hausaufgabe Sponsoren für kleine Aufgaben gesucht.
Auch für einen Sponsorenlauf im Park hatten die Kinder im Familien- und Verwandtenkreis zahlreiche Spender für ihre gelaufenen Runden gefunden. Angefeuert von vielen Eltern und Großeltern bewiesen sie trotz der Hitze einen enormen Ehrgeiz beim Laufen. Auf dem Schulhof fanden ebenfalls Aktivitäten statt. Ballspiele, Schminken mit Fußballmotiven und ein Flohmarkt sorgten für Kurzweil bei den Kindern. Auch Firmen unterstützten die Schule mit Spenden.
