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Berufsorientierung Schüler schärfen eigene Profile

Christine Henze

Wardenburg - Wo liegen meine Interessen? Und was will ich damit später mal beruflich anfangen? Ums Thema Berufsorientierung kreist seit Dienstag der Alltag der Achtklässler der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp in Wardenburg. Mittels einer sogenannten Potenzialanalyse loten die motivierten Schülerinnen und Schüler dabei berufliche Optionen aus.

Wissenschaftlich betreut werden sie von Michael Hellwig und René Fandrei, beide Dozenten beim Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft gemeinnützige GmbH (BNW). Auf dem Stundenplan stehen ein Interessentest, ein handlungsorientierter Eignungstest sowie Sozialübungen. Bei Letzterem arbeiten die Schüler in Gruppen.

Soziale Kompetenzen

Überprüft werde hierbei u.a. die Teamfähigkeit und die Problemlösefähigkeit, so Hellwig. Beim handlungsorientierten Eignungstest gebe es dann kleine handwerkliche Aufgaben – wie das Ausmalen von Strukturen. Geprüft werde hierbei nicht nur das handwerkliche Geschick, sondern auch die Schnelligkeit und Genauigkeit, ergänzt Fandrei.

Am Mittwochvormittag beschäftigen sich die Schüler des 8. Jahrgangs intensiv mit verschiedenen Berufen und stellen ihre Rechercheergebnisse in der anschließenden Präsentation mit Plakaten und Karteikarten vor.

Die Schüler der 8e werden dafür in zwei Gruppen aufgeteilt. Von der Immobilienkauffrau über den Elektroniker für Maschinen und die Kosmetikerin bis zur Schauspielerin sind viele Berufe vertreten. Jeder hat für seine Präsentation vier bis fünf Minuten Zeit. Im Anschluss stellen die Mitschüler Fragen. Der Beruf das Elektronikers für Maschinen sei zwar nicht sein Traumberuf, aber einer, der ihn interessiere, sagt Dominik (14) bei seiner Präsentation. Neben der Ausbildungsdauer und dem Gehalt informiert er auch über die dafür nötigen Schulfächer.

Für die Arbeit einer Schauspielerin interessiert sich hingegen die 14-jährige Emily. „Ich möchte Schauspielerin werden, weil ich gern in andere Rollen schlüpfe“, sagt die Schülerin.

Für den Beruf der Gesundheits- und Krankenpflegerhelferin interessiert sich indes Nele (14). „Ich möchte gern mit Menschen arbeiten“, sagt sie und ergänzt, dass ihre Mutter ebenfalls in dem Beruf tätig sei.

Realistische Ziele

„Bei ihren Fähigkeiten können sich die Schüler schon selbst gut einschätzen“, sagt Hellwig. So sei der Wunsch, beispielsweise den Kapitänsberuf zu ergreifen, eher selten.

Nach der Präsentation der Berufe wertet René Faundrei diese mit seiner Gruppe aus und gibt ihnen dabei nützliche Tipps zur Plakatgestaltung sowie Mimik und Gestik.

An diesem Mittwoch werden alle Tests ausgewertet, mit den Schülerinnen und Schülern besprochen und ihnen jeweils drei infrage kommende Berufsfelder aufgezeigt.

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