Ganderkesee - Über die unterschiedlichen Berufsmöglichkeiten informieren sich jedes Jahr Kinder und Jugendliche in ganz Deutschland beim sogenannten Zukunftstag. Auch in der Gemeinde Ganderkesee waren am Donnerstag die Schüler in zahlreichen Betrieben unterwegs, um sich ein Bild aus erster Hand vom möglichen Traumberuf zu machen.
So beispielsweise in der Fachklinik für Orthopädie in Stenum. „Die Kinder haben hier alle Stationen kennengelernt“, berichtet Daniela Wolff, die für die Öffentlichkeitsarbeit der Klinik zuständig ist. Die 15 Teilnehmer erhielten Einblicke in die Physiotherapie, die Pflege, die Röntgenabteilung, das Labor und die Wachzimmer.
„Lust auf Pflege“
Anschließend erklärte Dr. Markus Lühmann anhand eines Skeletts den interessierten Zuhörern den Aufbau des menschlichen Körpers. „Wir wollen mit dem Zukunftstag auch ein bisschen Lust auf die Pflegeberufe wecken“, erklärt Daniela Wolff. Das sei in der Vergangenheit durchaus schon gelungen: „Vor einigen Jahren hatten wir einen Zukunftstag-Teilnehmer, der anschließend ein Schulpraktikum und später sogar ein Freiwilliges Soziales Jahr bei uns absolviert hat.“
Hämmern, sägen und schleifen durften fünf Schüler in der Tischlerei Reisch in Ganderkesee. Nach einem Rundgang durch den Betrieb und einer theoretischen Einführung in die Holzbearbeitung konnten die Nachwuchstischler unter Anleitung von Willi Brunnmeier ein Schlüsselbrett anfertigen, das sie anschließend als Erinnerung mit nach Hause nehmen durften. „Es ist schön, wenn man durch solche Aktionen das Interesse der Kinder am Handwerk wecken kann“, sagt Meister Heiko Timmermann. „Wir hatten über 15 Anfragen, leider konnten wir nicht alle unterbringen.“ Das Interesse am Tischlerberuf sei nach wie vor groß, wie Heiko Timmermann erklärt. „Die Bewerbungen für eine Ausbildung sind ausreichend.“
Handwerklich gearbeitet wurde auch im Berufsförderungswerk Bookholzberg (BFW). Insgesamt zehn Schüler durften sich zunächst im Bereich Automatentechnik mit dem Innenleben von verschiedenen Automaten auseinandersetzen, bevor es als Nächstes in den Kosmetikbereich ging. In der Metalltechnik konnten die Schüler sich dann unter fachkundiger Anleitung ein Windspiel aus Metall als Erinnerungsstück anfertigen. „Insbesondere bei Mädchen wollen wir durch den Zukunftstag das Interesse an technischen Berufen wecken“, erzählt Marketingleiter Hartmut Kostens.
Rundgang im Rathaus
Im Ganderkeseer Rathaus wurden zehn Schüler zunächst von Gemeindesprecher Hauke Gruhn begrüßt. Sie erhielten grundlegende Informationen zur Gemeinde und zum Rathaus und konnten Fragen stellen. Die Auszubildende Luisa-Marie Heck, die Bundesfreiwilligendienstleistende Sabrina Janssen und Praktikant Marius Walter hatten den Zukunftstag gemeinsam mit Jennifer Kriens aus dem Fachdienst Finanzen und Personal organisiert. Sie führten die Schüler durch die verschiedenen Stationen im Rathaus.
Wer gut aufgepasst hatte, dem fiel das anschließende Quiz entsprechend leichter. Gefragt wurde zum Beispiel nach der Einwohnerzahl der Gemeinde und der französischen Partnerstadt. Bei der Tour durchs Rathaus sollten die Gäste außerdem ermitteln, welche Strafen Schulschwänzern drohen. Gegen Mittag standen Besuche in der Gemeindebücherei und im Jugendzentrum Trend an.
