Landkreis/Oldenburg - Die Graf-Anton-Günther-Schule und das Kreislandvolk haben am Donnerstag einen Kooperationsvertrag geschlossen. Das Landkreisgymnasium und die Interessenvertretung der Landwirte im Kreis Oldenburg wollen auf diesem Wege die bislang aus einzelnen Projekten bestehende Zusammenarbeit verstetigen.
Schulleiter Wolfgang Schoedel und Thale Alfs – zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Kreislandvolks und selbst ehemalige GAG-Schülerin – unterschrieben in der Schule einen entsprechenden Vertrag. Für das Landvolk ist es die erste Kooperation dieser Art mit einer weiterführenden Schule.
Entwickelt hat sich der Kontakt vor zwei Jahren mit Hilfe der Lehrerin Dr. Nina Holstermann. Die Pädagogin kommt, wie sie sagt, selber vom Bauernhof und nutzt für ihren Erdkunde- und Biologieunterricht gerne die praktischen Einblicke, die Besuche in landwirtschaftlichen Betrieben geben. Mit ihren Wahlpflichtkursen hat sie bereits Putenmast- und Milchviehbetriebe besucht.
Wie funktioniert moderne Landwirtschaft? Wie werden Lebensmittel in der Region produziert? Wie hat sich der Beruf technisch und ökonomisch weiterentwickelt? Fragen wie diese beantworten die Landwirte gerne, betont Thale Alfs. „Transparenz schaffen – von der Ladentheke bis zum Erzeuger“ laute eines der Ziele, das der Kreislandvolkverband auch mit der neu geschlossenen Kooperation zu erreichen trachte.
Schulleiter Schoedel sieht die GAG selbst wegen ihrer Ausrichtung als „sportfreundliche Schule“ in der Pflicht. Darin sei ausdrücklich auch das Thema Ernährung eingeschlossen. Hier habe das Landkreisgymnasium durchaus noch Verbesserungspotenzial, so der Rektor selbstkritisch. Die im Zuge der Schulmodernisierung geplante Verlagerung der Mensa gebe der Schule die Chance, das Thema stärker zu beleuchten. Mit der Kooperation mache die GAG außerdem deutlich, dass sie das Gymnasium des Landkreises Oldenburg sei.
Moderne landwirtschaftliche Betriebe eignen sich gut für fächerübergreifendes Lernen, das Mathematik und andere naturwissenschaftliche (MINT-)Fächer einschließe, betont der schulische MINT-Ansprechpartner Jens Kreker. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
