Oldenburg - Gewalt oder Drogenkonsum an Schulen sind leider keine Seltenheit. Und auch private Probleme zeigen sich oft im Verhalten der Schüler. Doch wie reagiert man richtig als Lehrer? Wo kann man Hilfe finden, um die betroffenen Schüler zu unterstützen?

Diese Frage versucht der Präventionsrat in Zusammenarbeit mit der Niedersächsischen Landesschulbehörde und dem Oldenburger Fortbildungszentrum im Didaktischen Zentrum beim zweiten Fach-Informationstag Prävention an Schulen zu beantworten. „Unsere Intention ist es, Probleme nicht erst entstehen zu lassen. Lehrkräften zeigen wir Wege auf, wie sie mit Fachkräften von außen helfen können“, erklärt Melanie Blinzler, Geschäftsführerin des Präventionsrates.

Über 100 Teilnehmer besuchten den Informationstag im PFL Kulturzentrum, der in erster Linie als Lehrerfortbildung veranstaltet wurde. Neben dem Vortrag über Gewaltprävention und Demokratielernen kamen auch Schulen zu Wort und erläuterten ihre Angebot. Vertreter für die Oberschule Osternburg war Philipp Düwel-Mahne, Lehrer und didaktischer Leiter. „Wir haben verschiedene Seminare, die sich mit aktuellen Themen beschäftigen, wie beispielsweise sicheres Chatten.“ Fest im Unterricht eingebunden sind außerdem einstündige Gespräche zwischen Klassenlehrern und Schülern, in denen die gegenwärtigen Probleme des Klassenverbandes besprochen werden. „Das klappt wirklich gut“, freut sich Düwel-Mahne. Weitere Umsetzungen von Präventionskonzepten zeigten Institutionen wie die Evangelische Familienbildungsstätte mit „Handwerkszeug“ in einer Ausstellung.

Als letzter Programmpunkt stand eine Podiumsdiskussion auf dem Plan. Zum Thema „Welche Rahmenbedingungen braucht Prävention an Schulen?“ sprachen unter anderem Ulrike Heinrichs vom Präventionsrat und Horst Roselieb vom Niedersächsischen Kultusministerium.

Weil Prävention eben nicht nur Lehrer betrifft, soll am 7. April ein weiterer Informationstag für Schüler im alten Landtag stattfinden.