Oldenburg - Die Graf-Anton-Günther Schule (GAG) wird bilingual – zumindest in der Perspektive. Dazu werden jetzt Grundsteine gelegt, sowohl bei Schülerinnen und Schülern als auch bei den Lehrkräften.

„E-Twinning“ ist eine virtuelle Plattform, auf der Schülerinnen und Schüler in Europa miteinander kommunizieren können. Die Klasse 8b wird das im Physikunterricht mit einer französischen Klasse beginnen, etwa mit selbst erstellten Kreuzworträtseln oder kurzen Filmen über Experimente aus dem Unterricht. An zwei Tagen in diesem Schuljahr werden dann die deutschen Schüler auf Französisch und die französischen Schüler auf Deutsch per Videokonferenz miteinander sprechen und sich über die Ergebnisse ihrer Arbeit austauschen. Betreut wird das Projekt von Laurence Brunnert, Lehrerin für Physik und Chemie an der GAG. Möglich ist später auch eine Ausweitung auf andere Fächer. Denn eine Fremdsprache lernt man am besten mit Spaß und im Gespräch mit anderen.

Partnerschule ist das „College Eva Thomé“ aus Attigny/Frankreich. Dessen Schulleiter Boris Zeimet und die Physiklehrerin Isabelle Clement besuchten Anfang des Schuljahres die GAG, um die deutsche Schule kennenzulernen und das „e-twinning“-Projekt zu beginnen. Das war offenbar so erfolgreich, dass für die Zukunft schon Schüleraustausche angedacht werden, worüber dann mit Schulleiter Wolfgang Schoedel und der Fachobfrau Französisch, Carmen Brüggemeier, gesprochen wurde.

Eingebettet sind all diese Aktivitäten in das Programm „Erasmus +“ der Europäischen Union. Die GAG wurde hier als „Erasmus + Schule“ ausgezeichnet, da in deren Fortbildungskonzept für die Lehrkräfte der europäische Gedanke weiter entwickelt wird.

Genauer geht es darum, dass bei der Gestaltung internationaler Projekte der professionelle Einsatz von Medien trainiert wird oder aber, dass Lehrkräfte der GAG Fortbildungen zu bilingualem Unterricht besuchen und an den Partnerschulen in Finnland und Polen hospitieren