Einswarden - „Mir hat das viel Spaß gemacht und ich habe einen guten Einblick in den Beruf des Fluggerätmechanikers bekommen“, sagt Lars Buchholz aus Friedrich-August-Hütte. Der 15 Jahre alte Schüler der Oberschule am Luisenhof hat an einem Projekt der Berufsorientierung im Einswarder Werk von Premium Aerotec teilgenommen.
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Was sagen Schüler |
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Mitschülerin Joana Kolbe aus Phiesewarden bestätigt: „Mir hat das auch Spaß gemacht. Die Auszubildenden von Premium Aerotec haben uns alles gut erklärt und alle unsere Fragen sofort beantwortet.“ Das ist das Besondere an dieser Berufsvorbereitung für Schüler der 9. Klassen der Einswarder Oberschule: Schüler und Auszubildende arbeiten gemeinsam in der Ausbildungswerkstatt des Flugzeugteile-Herstellers.
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Was meinen Azubis |
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Davon profitieren nicht nur die Schüler, sondern auch die Auszubildenden. „Das ist für uns eine gute Erfahrung. Wir können unser bereits erworbenes Wissen weitergeben. Eventuell lernen wird dabei auch künftige Kollegen kennen“, sagt Jasmin Löning aus Blexen. Die 17-Jährige absolviert ebenso wie die vier anderen Auszubildenden, die das Projekt mit sieben Schülern abgeschlossen haben, eine Ausbildung zur Fluggerätmechanikerin der Fachrichtung Fertigungstechnik.
Ähnlich positiv fällt die Bewertung des Auszubildenden Mario Donner (17) aus Friedrich-August-Hütte aus: „Wir lernen auch selbst sehr viel, uns hilft diese Zusammenarbeit also auch.“
Das bestätigt Thomas Brambosch, Ausbildungsmeister bei Premium Aerotec: „Bei den Auszubildenden werden auch Sozialkompetenzen und Teamfähigkeit gefördert.“
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Wie ist der Ablauf |
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An zehn Nachmittagen außerhalb der Unterrichtszeiten jeweils einmal pro Woche haben die sieben Schüler gemeinsam mit den fünf Auszubildenden jeweils knapp zwei Stunden gearbeitet.
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Ist es ein Praktikum |
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„Das ist genauso wie ein Praktikum“, erläutert Thomas Brambosch. Schüler könnten bei ihren Einblicken in die Metallverarbeitung erfahren, ob dieser Berufszweig für sie geeignet und reizvoll ist; Premium Aerotec könne erkennen, welche Schüler die nötigen Qualifikationen mitbringen. Ein Praktikum sei Voraussetzung für eine Bewerbung um eine Ausbildungsstelle bei Premium Aerotec.
Thomas Brambosch betreut dass Projekt seit dem erstem Durchgang vor zwölf Jahren. Seit acht Jahren ist Cord Wärner, Fachlehrer am Luisenhof, dabei. Beide wollen das bewährte Angebot für Luisenhofschüler im nächsten Jahr fortsetzen. „Die Kooperation mit Premium Aerotec klappt wie ein Schweizer Uhrwerk“, unterstreicht Cord Wärner.
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Was wird hergestellt |
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Jedes Jahr fertigen die Schüler ein Werkstück. In Vorjahren entstanden auch Modellflugzeuge, Lastwagen-Modelle und Spardosen aus Metall. Diesmal freuten sich die Luisenhofschüler über selbst hergestellte Bilderrahmen aus Aluminium.
Laut Schulleiter Rainer Janßen passt dieses Projekt sehr gut in das weit gefächerte Angebot der Berufsorientierung an der Oberschule am Luisenhof. „Wir sind Premium Aerotec sehr dankbar. Damit können unsere Schüler ganz intensiv Berufspraxis erleben.“
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Ergreifen viele den Beruf |
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Seit vielen Jahren sind stets viele Absolventen der Luisenhofschule unter den neu eingestellten Auszubildenden bei Premium Aerotec. Alle sieben Auszubildenden, die jetzt den Schülern Einblick in die Metallverarbeitung gegeben haben, sind ehemalige Luisenhofschüler.
„Wir kommen immer gerne hierher“, sagen alle. Der Zusammenhalt zwischen Schülern, Lehrern und Eltern sei stark. Die Zusammenarbeit mit Unternehmen sei vielfältig. Der Luisenhof biete – auch mit dem Porsche-Trecker-Projekt – bestmögliche Berufsorientierung für die Schüler.
