Rastede - Die Kooperative Gesamtschule (KGS) Rastede ist nach 2010 zum zweiten Mal als „Umweltschule in Europa“ ausgezeichnet worden. Dieser Anerkennungspreis würdigt die Entwicklung hin zu einer umweltverträglichen Schule. Außerdem soll nachhaltige Entwicklung sowohl im Unterricht als auch im Schulleben thematisiert werden.
„Wir haben uns mit zwei Projekten beworben“, erzählt Lehrerin Sonja Eitel-Harms, die mit Gerold Dimitriew die Schulgarten-AG betreut. Acht Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 5 bis 8 machen zurzeit mit.
Im ersten Projekt vereint sind eine Kräuterspirale und ein Blühstreifen. Beide wurden im Schulgarten angelegt. „Über das Umweltbildungszentrum Ammerland haben wir das Saatgut für den Blühstreifen bekommen“, erklärt Sonja Eitel-Harms.
Im Zuge des zweiten Projektes wurden auf dem Schulgelände Nisthilfen geschaffen – für Vögel ebenso wie für Insekten und Säugetiere, sagt Sonja Eitel-Harms. Ein Insektenhotel findet sich im Schulgarten ebenso wie eine Igelburg.
2009 hatte die KGS mit der Gestaltung des Schulgartens begonnen, der sich hinter dem Gebäudekomplex an der Feldbreite befindet. „Seitdem sind zum Beispiel ein von Steinen eingefasstes Hochbeet, unser Klassenzimmer im Grünen und ein Gemüsegarten entstanden“, berichtet Gerold Dimitriew.
Dort ernten die Schüler regelmäßig Kartoffeln, Zwiebeln, Erbsen oder Wurzeln. „Dann wird gemeinsam gekocht und auch gegessen“, erzählt Sonja Eitel-Harms. Von dem reichlichen Obstbestand profitiere inzwischen sogar fast die ganze Schule. „Viele Klassen sammeln hier im Garten das Obst ein und essen dann zum Beispiel kleine Apfelstückchen im Unterricht“, schildert die Lehrerin.
Nächstes Projekt wird im Winter das Aufstellen eines Staketenzaunes aus Kastanienholz sein, mit dem das Gemüsebeet eingefasst werden soll. Gespendet wurde er vom Förderverein.
