Linswege - Mit einer Spende in Höhe von 4300 Euro unterstützt die Wirtschaftliche Vereinigung Oldenburg, der Kleine Kreis, die Carlo-Collodi-Schule in Linswege. Bei der Übergabe am Dienstag informierten sich Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Heinz-W. Appelhoff und Geschäftsführer Jürgen Lehmann über die Arbeit der Förderschule mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Dabei handelt es sich um eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft. Sie wurde 2000 als Schule für Erziehungshilfe der Jugendhilfe Collstede vom Diakonischen Werk der evangelisch-lutherischen Kirche Oldenburg eröffnet.

Wie Schulleiterin Gerlind Bredemeyer im Beisein von Thomas Feld vom Vorstand des Diakonischen Werks Oldenburg erläuterte, werden an vier Standorten insgesamt mehr als 120 Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 unterrichtet. Bis auf gemeinsame Projekte und Arbeitsgruppen sowie den Bereich Autismus werden Jungen und Mädchen getrennt betreut.

Als wichtiges Standbein bezeichnete sie die Schülerfirmen, in denen die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorbereitet werden. Drei Abteilungen gibt es bereits: Holztechnik, Hauswirtschaft und Marketing. Wie die Schulleiterin in Aussicht stellte, soll zudem in Kürze die Abteilung Gartenbau folgen. Einen Schultag pro Woche lernen die Jungen und Mädchen Arbeitsabläufe kennen und müssen dabei gleichzeitig Kenntnisse aus dem Unterricht – beispielsweise aus der Mathematik – ganz praktisch anwenden. Für den weiteren Aufbau der Schülerfirmen wird auch das jetzt gespendete Geld benötigt.

Die Carlo-Collodi-Schule ist eine von insgesamt vier karitativen Einrichtungen in der Region, die von der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg aktuell mit einer Spende unterstützt werden. Bei einem Abend im Oldenburger Schloss Anfang Dezember wurde, wie es guter Brauch ist, um Spenden gebeten. Die Teilnehmer waren großzügig; es kamen insgesamt mehr als 27 000 Euro zusammen. Weitere Spenden erhalten das Hospiz St. Peter in Oldenburg, die Jugendwerkstatt Sozialer Briefkasten Löningen und das Kinderschutzzentrum Oldenburg.

Kerstin Schumann
Kerstin Schumann Redaktion Westerstede