Förderer der plattdeutschen Sprache am runden Tisch
Für die Förderung
der plattdeutschen Sprache gibt der Landkreis in diesem und im nächsten Jahr jeweils 11 200 Euro aus. Auf Antrag der SPD- und FDP-Fraktion empfahl der Schulausschuss einstimmig die Einladung zu einem „Runden Tisch“ mit allen Institutionen und Einzelförderern, die sich für den Erhalt der Sprache einsetzen.Die Info-Broschüre
zu Museen und Sammlungen im Landkreis soll überarbeitet und neu aufgelegt werden. Dafür hat sich der Schulausschuss einhellig ausgesprochen. Die Kosten für 5000 Stück belaufen sich auf 6000 Euro. Davon übernimmt der Kreis 3000 Euro, der Rest soll über Anzeigen finanziert werden.Das Regionale Umweltbildungszentrum
(RUZ) mit den Standorten Hollen und Hosüne wird vom Landkreis und der Stadt Delmenhorst bezuschusst. Der Anteil des Landkreises soll laut einstimmigem Beschluss des Schulausschusses zum 1.1.2009 um 15 Prozent (ca. 6300 Euro) erhöht werden.Fast eine Million Euro
wird der Landkreis in den umfangreichen Erweiterungsbau der Huder Förderschule an der Vielstedter Straße stecken. Einer entsprechenden Beschlussvorlage der Verwaltung stimmten die Ausschussmitglieder einstimmig zu, nachdem Architektin Antje Kühling ihnen die Planungen vorgestellt hatte.wildeshausen/landkreis/kb Ob das denn alles so richtig sei?, fragte sich und die übrigen Mitglieder des Schulausschusses Manfred Rebensburg (Grüne) am Dienstagnachmittag beim Blick auf das Investitionsprogramm für die Schulbaumaßnahmen des Landkreises von 2009 bis 2015. Fast 21 Millionen Euro seien dafür veranschlagt, die sich durch die allgemeine Teuerung und andere Einflüsse gut und gerne auf 30 Mio. auswachsen würden. Hinzu kämen etwa 60 Mio., die die Gemeinden für ihre Grundschulen ausgeben. Da müsse doch die Frage erlaubt sein, ob diese Ausgaben zu den sinkenden Schülerzahlen, den Plänen für die Einführung einer Gesamtschule und der sicherlich schwieriger werdenden Haushaltslage der Kommunen passen.
Rebensburg wies bei dieser Gelegenheit auch auf den „Kollegen von der FDP“ hin, der nach seinen Besuchen „keinen Schulhof verlässt, ohne nicht mindestens dreieinhalb Millionen Euro versprochen zu haben“. So könne man nicht mit öffentlichen Mitteln umgehen, sagte der Grüne und fragte, ob denn bei der Sanierung der Schulen das Beste immer gerade gut genug sein müsse?
Diese Rede löste prompt einen Sturm des Protestes quer durch die Reihen des Ausschusses aus. Besonders empört waren natürlich Niels-Christian Heins und Imke Oltmann von der FDP, die ihren von Rebensburg angegangenen Fraktionsvorsitzenden Ernst-August Bode vehement in Schutz nahmen. Der sei immerhin Fachmann und wisse, wovon er rede. Die Zustände an den Schulen seien zum Teil unverantwortlich. Auch Franz Duin (SPD) meinte, dass die Einwände von Rebensburg „nur schwer zu verstehen“ seien. Es ginge nicht darum, „goldene Klobrillen“ für die Schulen anzuschaffen, vielmehr müsse der vorhandene Sanierungsstau endlich aufgelöst werden.
Verwaltungschef Frank Eger schließlich begegnete der Rebensburg-Kritik mit dem Hinweis, dass sich im Investitionsplan kein Cent für Kapazitätserweiterungen befinde. „Wir bauen keinen einzigen zusätzlichen Klassenraum, auch nicht in Wildeshausen“, so der Landrat. Es ginge ausschließlich um die notwendige Sanierung der teilweise aus den 60er- und 70er-Jahren stammenden Schulen.
