Osternburg - Beim ersten Osternburger Sommerparlament berichteten Ratsvertreter von Plänen der Stadt, das historische Schulgebäude an der Ekkardstraße nicht, wie ursprünglich geplant, abzureißen, sondern künftig wieder für Schulzwecke zu nutzen. Diese Pläne werden von den Verantwortlichen des Bürger- und Gartenbauvereins Osternburg-Dammtor ausdrücklich begrüßt.

„Die Schule ,Auf der Wunderburg’ benötigt dringend zusätzliche Räumlichkeiten, und da ist das seit geraumer Zeit leerstehende Gebäude gerade das Richtige. Warum soll man einen Neubau errichten, wenn man diesen schönen Altbau vor der Nase hat?“, fragt Heidi Tauchert, erste Vorsitzende des Bürgervereins. In Osternburg sei bereits viel alte Bausubstanz abgerissen worden. Man sollte doch versuchen, dieses historischen Gebäude (erbaut 1899) zu erhalten.

Auf Nachfrage der NWZ  bestätigt Stadtsprecher Andreas van Hooven: „Wir prüfen, ob Teile des Grundstücks Ekkardstraße 23 für schulische Zwecke genutzt werden können. Insbesondere mit Blick auf die wichtigen Themenfelder schulischer Ganztagsbetreuung und Inklusion ist der Bedarf in Oldenburg ja groß. Wenn die Ergebnisse fundiert genug sind, stellt die Verwaltung die Informationen der Fachpolitik zur Diskussion bereit. Wir schätzen ein, dass die Ausschüsse sich noch in diesem Jahr damit befassen können.“

Bis Ende des Schuljahres 1981/82 diente das Gebäude als Grundschule. Danach, bis 2006, war das Regionale Umweltbildungszentrum dort untergebracht, schließlich bot das Gebäude Aufenthaltsräume für Ein-Euro-Jobber. Seit 2009 steht es leer. Ursprünglich war geplant, die Schule abzureißen, einen Teil der Grundstücksfläche als Parkplatz für die angrenzende Feuerwache 2 (Schützenhofstraße) zu verwenden und den verbleibenden Teil für Wohnzwecke zu verkaufen. Eine Grundinstandsetzung und Modernisierung (Anpassung an Schulbaurichtlinien, Brandschutz, Energiesparverordnung) des Gebäudes oder eines Teiles wäre unwirtschaftlich, hieß es noch vor zwei Jahren.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg