Friesoythe/Altenoythe/Neuvrees - Einen eigenen Wald hat die Heinrich-von-Oytha-Schule erhalten. Im Rathaus wurden am Mittwoch die dafür nötigen Verträge unterschrieben. Nun verfügt die Schule für 30 Jahre über einen halben Hektar Land, auf dem ein Wald gepflanzt werden soll. Dort können die Kinder das Wachstum und die Artenvielfalt der hiesigen Natur kennen lernen.

Das baldige Waldstück wird von der Stiftung Zukunft Wald bepflanzt, die Franz Hüsing leitet. Auch ein Zaun um das Land ist vorgesehen. Darauf sollen nun unter anderem Eichen, Birken, Erlen und Feldahorne wachsen. Die Kosten für das Projekt namens „Schulwälder gegen Klimawandel“ übernimmt die Stiftung. Die würden etwa 10 000 Euro betragen, sagte Hüsing. Inzwischen gebe es knapp 30 solcher Schulwälder in Niedersachsen.

Bei einem zufälligen Treffen mit Franz Hüsing hörte Thomas Pünter von dem Projekt und erzählte seinem Vater Bernhard davon. Auch er war davon angetan. Denn mit dem Maisanbau nahe bei seinem Haus war er nicht zufrieden: „Ich hatte gerade meine Gartenmöbel gewaschen, da kam ein Sturm auf und hat den ganzen Sand vom Feld gegenüber darauf geweht“, erzählt er. Da stand für ihn fest, dass er zwischen seinem Garten und dem Maisfeld, das er verpachtet, etwas haben will, das vor dem Sand schützt. Dafür sei der Wald eine schöne Lösung, sagte Bernhard Pünter.

Lehrer Andreas Schwerter übernahm es, das Projekt an der Heinrich-von-Oytha-Schule voranzutreiben. Hüsing und Schwerter betonten, wie wichtig es sei, dass Kinder und Jugendliche den Wald als etwas Schützenswertes erleben. „So können sie, wenn sie später einmal politische Entscheidungen fällen, deren Folgen für die Umwelt besser einschätzen“, betonte Hüsing.

Die Strecke zwischen dem Waldstück und der Schule beträgt acht bis zehn Kilometer. Wie Bürgermeister Johann Wimberg sagte, wolle die Stadt die Schule bei den Fahrtkosten unterstützen. Er unterzeichnete den Vertrag auch als Schulträger.