Oldenburg - Das „SOS“-Signal ist angekommen: Die Grundschule Bloherfelde, die sich wegen zu hoher Arbeitsbelastung mit einem Hilferuf an Kultusministerin Frauke Heiligenstadt gewandt hatte (NWZ  berichtete), erhält nun doch eine halbe Sozialarbeiterstelle. Möglich macht’s die Grundschule Staakenweg, die die Stelle freiwillig abgegeben hat, berichtet Schulamtsleiter Matthias Welp. Die Stadt als Schulträger wurde am Donnerstag offiziell über den von der Landesschulbehörde per Bescheid abgesegneten Tausch informiert. Das Einstellungsverfahren läuft bereits.

Das Land Niedersachsen hatte im Februar dieses Jahres eine volle Sozialarbeiterstelle für die Grundschule Krusenbusch sowie jeweils eine halbe für die Grundschulen Kreyenbrück und Staakenweg bewilligt. Bloherfelde war leer ausgegangen, obwohl die Schule in einem Bedarfs-Ranking der Stadtverwaltung ganz oben positioniert ist. Oliver Dolleck, Elternratsvorsitzender in Bloherfelde, zeigte sich erleichtert über die nachträgliche Berücksichtigung: „Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um das zu erreichen.“

Das Kultusministerium nehme die Hinweise auf Schwierigkeiten sehr ernst, sagte Pressesprecher Sebastian Schumacher: „Wir werden die an uns herangetragene Sachlage mit aller Sorgfalt und mit dem Ziele einer bedarfsgerechten Ausstattung der Schule analysieren und Lösungen anstreben.“

Darauf drängt auch die FDP-WFO-Fraktion im Stadtrat. Das Ministerium müsse umgehend Schritte einleiten, um die von der Grundschule Bloherfelde geschilderten Probleme in der sonderpädagogischen Grundversorgung und in der Versorgung mit Lehrerstunden zu beseitigen.