Wildeshausen - 60 Plätze für 1500 Schüler – so ist die aktuelle Situation in der Mensa der Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen. „Eindeutig zu wenig“, schreibt der stellvertretende Landrat Eduard Hüsers in einer Pressemitteilung. Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen sieht deshalb beim Ausbau der Mensa dringenden Handlungsbedarf.
Bei einem Besuch in der Schule stellte eine Klasse für Architektur den Grünen ein Abschlussprojekt zum Thema „neue Mensa“ vor. Das Platzproblem thematisierten auch Schulleiter Gerhard Albers und seine Stellvertreterin Tanja Schlotmann, die die Arbeiten betreut haben. Verschärfend hinzukomme, dass sich der Unterricht immer mehr in den Nachmittag ausdehne. Auch vor diesem Hintergrund seien 60 Plätze zu wenig, betonte der Schulleiter.
Hilko Finke, Mitglied im Schulausschuss, ergänzte: „In der jetzigen Mensa ist von Aufenthaltsqualität keine Spur zu sehen.“ Fünf Abschlussprojektarbeiten der Klasse der staatlich geprüften Bautechniker wurden vorgestellt. Alle hatten die Vorgabe, die Sitzmöglichkeiten zu verdoppeln (auf 120) und für mehr Aufenthaltsqualität zu sorgen. Außerdem sollte auch die Ergonomie im Küchenbereich verbessert werden, da hier keine optimalen Arbeitsbedingungen herrschen.
Die Kreistagsfraktion zeigte sich beeindruckt von den Arbeiten, berichtet Hüsers. Durch den Einbau von Nischen und Netzanschluss könnte die „neue Mensa“ auch in den Pausen oder bei Stundenausfall als Lernort genutzt werden. Durch die Optimierung der Anlieferung und Ergonomie in der Küche könnte die Arbeit erleichtert werden.
„Das sind super Vorlagen für die Kreisverwaltung“, fasst Fraktionsvorsitzende Gabriele Roggenthien zusammen. Die Fraktion wolle sich bei den kommenden Haushaltsberatungen für einen zeitnahen Umbau, beziehungsweise die Erweiterung der Mensa einsetzen und entsprechende Anträge einbringen.
„Da es in den kommenden Jahren einen Wettbewerb um Ausbildungsplätze und -berufe geben wird und eine gute Mensa als Standortfaktor von hoher Bedeutung ist, sollte der Landkreis hier zeitnah investieren“, so Eduard Hüsers. Auch sollte der Landkreis prüfen, inwieweit hier Synergieeffekte mit der angrenzenden Widukindhalle zu erzielen sind. Eine Erweiterung der Mensa wäre für die Schüler „eine wesentliche Verbesserung“, betonte Konrektorin Schlotmann.
