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Unterrichtsfrei Schule (fast) ohne Schüler

Lina Brunnée

Friesoythe - Am ersten Tag nach den Ferien ist es normalerweise besonders laut in Schulen. Freunde sehen sich nach Urlauben wieder, Cliquen tauschen sich über den neuesten Klatsch und Tratsch aus und die jüngeren Schüler erzählen ihren Lehrern aufgeregt, was sie zu Weihnachten bekommen haben.

Leere Klassenräume

In Friesoythe sind die Schulen am Donnerstagvormittag so gut wie verlassen. In den Fluren herrscht Stille, die Spielgeräte auf den Pausenhöfen sind von einer dünnen Eisschicht überzogen, in den meisten Fenstern der Klassenräume hängt noch Weihnachtsdeko. Das grüne Tor vor dem Eingang der Katholischen Grundschule Marienschule ist verschlossen. Auf dem Parkplatz stehen zwei Autos, ein Mann schippt eine Schneise in die Eisdecke auf dem Schulhof. Schüler sind nicht in Sicht, zwei Kinder ziehen einen Schlitten am Schuleingang vorbei.

Beim Albertus-Magnus-Gymnasium ist ein wenig mehr los, ein Bote schleppt ein sperriges Paket über die gestreuten Wege. Von Schülern auch hier weit und breit keine Spur. Die erweitere Schulleitung sei aber da, gerade aber in einer Besprechung, erklärt die Sekretärin. Ein Klopfen an der Tür, Schulleiter Peter Stelter erscheint.

„Unsere Schule ist natürlich geöffnet“, sagt er. „Kinder, die betreut werden müssen, schicken wir nicht nach Hause“. Nur das heute gar keine betreuungsbedürftigen Schüler aufgetaucht sind. „Ein paar haben es nicht mitbekommen und sind aus Versehen gekommen. Die sind aber alle wieder nach Hause gefahren“, sagt Stelter. Das AMG ist für den Tag schülerlos und die Lehrer haben Zeit, sich in Ruhe zu besprechen.

Irgendwo in Friesoythe muss es doch Schüler geben, deren Eltern arbeiten müssen, und die noch so jung sind, dass sie betreut werden müssen. Nächster Stop: Die Ludgeri-Schule. Sie ist die größte Grundschule in Friesoythe mit rund 300 Schülern. Drei davon sind da. Schulleiterin Anita Schlarmann macht sich auf den Weg, um sie zu suchen. Fünf Klassenzimmer probiert sie durch, im Computerraum wird sie fündig. Mia, Jakab und Jolina dürfen einen Film anschauen. Mia (7) erzählt von ihrem Tag: „Heute morgen haben wir mit Frau Woltermann gefrühstückt, Spiele gespielt und noch gemalt. Dann haben wir uns gegenseitig vorgelesen und mit den schwierigen Wörtern geholfen.“ Ein bisschen Unterricht gibt es also doch am unterrichtsfreien Tag.

Betreuung gesichert

Der Parkplatz der Ludgeri-Schule ist voll. Morgens seien rund 20 Lehrer des Kollegiums zur Schule gekommen, sagt Schlarmann. Viele sind geblieben und erledigen das, was sonst nebenbei gemacht wird. Die meisten sprechen die Jahresarbeitspläne durch, andere treffen sich mit Kindergartenerziehern, um über die künftigen Erstklässler zu sprechen.

Anita Schlarmann erklärt, wie die Schule witterungsbedingten Unterrichtsausfall in Zukunft handhaben wird: „Grundsätzlich wird es hier eine Betreuung der Kinder geben, die kommen. Dafür reicht es, wenn wir drei Lehrer plus Schulleitung sind. Die übrigen Lehrkräfte machen Minusstunden, die sie im Laufe des Schuljahres nachholen. Man muss sich ja nicht unnötig gefährden“.

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