Cloppenburg - 1864 wurde die Landwirtschaftsschule in Cloppenburg eröffnet – 150 Jahre später hat sich aus der einstigen Ausbildungsstätte für Landwirte eine Bildungseinrichtung mit zahlreichen Berufs- und Lehrschwerpunkten gebildet, die den Namen BBS am Museumsdorf führt. 2850 Schüler werden dort derzeit unterrichtet, ein Teil von ihnen bereitet ebenso wie einige Lehrkräfte die große 150-Jahr-Feier mit vor, die ihren Höhepunkt bei einem Festakt am Donnerstag, 3. Juli, sowie einigen Informationsveranstaltungen finden soll.
Gegründet wurde die heutige BBS am Museumsdorf als landwirtschaftliche Abteilung im Jahr 1864. Die Landwirtschaftsschule war im alten Gesellenhaus an der Kirchhofstraße untergebracht und wurde später in „Ackerbau-Schule“ unbenannt. Damit einher ging ein Umzug in einen Neubau an der heutigen Eschstraße – in ein Gebäude, in dem auch die höhere Bürgerschule ihren Platz fand.
Umzug 1956
In den 1920er Jahren kamen weitere Unterrichtsbereiche für andere Berufszweige hinzu. 1922 wurde aus der nun entstandenen gewerblichen Fortbildungsschule die Berufsschule Cloppenburg, in der sowohl gewerbliche als auch kaufmännische Klassen unterrichtet wurden. 1943 erfolgte die Einführung der Zweijährigen Mittleren Handelsschule. Zu dieser Zeit wurden die Schüler an der Soestenstraße unterrichtet, bis sie 1946 in Holzbaracken am ehemaligen Friesoyther Marktplatz an der heutigen Friesoyther Straße umziehen mussten.
Die Entwicklung ging nun zügig voran: 1947 konnte in der Einrichtung eine höhere Handelsschule besucht werden, 1956 bezogen die Handelslehranstalt sowie die gewerblich und landwirtschaftlich berufsbildenden Schulen ein neues Gebäude an der Museumsstraße, führten 1967 eine Wirtschaftsoberschule ein (später Wirtschaftsgymnasium) und wurden 1973 mit der Handelslehranstalt, der Landwirtschaftlichen Berufs- und Berufsfachschule sowie der Hauswirtschaftlichen Berufsschule zur BBS I Cloppenburg zusammengelegt. 1984 zog die BBS II an den Lankumer Feldweg und die BBS I wurde zur „BBS am Museumsdorf“.
Neue Angebote
Im Zuge der Arbeitsmarktentwicklung und der neuen Ausbildungsmöglichkeiten erweiterte sich auch das Lehr- und Ausbildungsangebot der Einrichtung. Neue Schulformen wie die Berufsfachschule Informatik für Realschulabsolventen oder auch das Fachgymnasium Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Agrarwirtschaft wurden eingeführt.
