Westerstede - Die Westersteder Stadtverwaltung plant eine Neuordnung der Schuleinzugsbereiche für die Grundschulen. Hintergrund ist die Neustrukturierung der Schullandschaft, da bis zum Jahre 2017 die Hössenschule sukzessive auslaufen soll (NWZ  berichtete).

„Dieser Aufgabe hätten wir uns ohnehin stellen müssen, da es naturgemäß immer wieder zu Verschiebungen in der Bevölkerungsstruktur kommt“, erläutert dazu Heidrun Hamjediers, Dezernentin der Stadt Westerstede. „So war der Westersteder Ortskern traditionell eigentlich der Brakenhoffschule zugeordnet, vor Jahren hat man das aber geändert, weil südwestlich der Ammerlandallee sehr viele Kinder wohnten“, nennt Hamjediers ein Beispiel aus der Vergangenheit. „Die Entwicklungen der vergangenen Jahre zeigen uns, dass man Schulbezirke langfristig sicherlich nicht als statische Einheiten betrachten kann.“

Die Verwaltung hat nunmehr das Datenmaterial und Vorschläge zur Neuordnung der Schulbezirke an die Mitglieder der Stadtelternräte für die Schulen und für die Kindergärten und des Stadtschülerrates verschickt. Auch die Schulleiter der so genannten KoWeSch-Runde (Kooperation Westersteder Schulen) haben diese Informationen bereits vorliegen. „Der Stadtelternrat hat ja für diesen Montag, 10. September, 19 Uhr, zu einer offenen Sitzung in die Mensa der Dannemann-Schule eingeladen. Da ist es sicherlich hilfreich, wenn die Teilnehmer über das notwendige Hintergrundwissen verfügen“, so Hamjediers.

Die Verwaltung bezeichnet ihre Vorschläge als sehr offen. „Wir haben weitgehend bezirksübergreifende Regelungen vorgesehen, um den Eltern dort, wo es angebracht ist, eine Wahlmöglichkeit zu geben. Das kann man aber schon nach dem Niedersächsischen Schulgesetz nicht für das gesamte Stadtgebiet machen.“ So scheitert auch der Vorschlag aus dem Stadtelternrat, den Eltern von Grundschülern generell die freie Schulwahl zu ermöglichen, an den gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Dass einzelne Schulstandorte vergrößert oder gar Containerklassen aufgestellt werden müssten, um die Schülerinnen und Schüler aus den einzelnen Bezirken unterzubringen, ist nach Aussagen der Stadt völlig abwegig. „Unsere verbleibenden Schulstandorte reichen aus, um alle Kinder im Grundschulalter mittelfristig an maximal dreizügigen Schulen zu unterrichten“, erklärte Hamjediers. Die endgültige Entscheidung über die Schulstandorte wird nach Erörterung im Fachausschuss vom Stadtrat getroffen.