Stadland - Um die vier Schulen in Stadland steht es besser als noch vor einigen Jahren. Die Unterrichtsversorgung liegt überall bei 100 Prozent und damit deutlich über den Werten vergangener Jahre. Das zeigten jetzt die Berichte der Schulleiter im Schulausschuss des Gemeinderates, der unter dem Vorsitz von Annette Klitscher (SPD) tagte.

In der Grundschule Rodenkirchen liegt die Unterrichtsversorgung bei knapp 100 Prozent – der niedrigste Wert in Stadland. Das – fast ausschließlich weibliche – Kollegium habe sich in den vergangenen Jahren durch den Generationswechsel deutlich verjüngt, sagte die kommissarische Schulleiterin Elke Kuik-Janssen. Endlich habe jede Klasse eine eigene Klassenlehrerin. Alle ausgeschriebenen Stellen seien besetzt worden, was in der Wesermarsch keine Selbstverständlichkeit sei. Sehr positiv angenommen werde der Erzieher, der in der zweiten Klasse als Betreuer tätig ist.

Insgesamt 161 Kinder besuchen die Schule – 85 Mädchen und 76 Jungen. Alle Klassen sind zweizügig.

In der Grundschule Schwei ist die neue Eingangsstufe mit 23 Kindern – 2 unter der Teilungsgrenze – gestartet. Diese Form soll dauerhaft beibehalten werden, hat der Schulvorstand beschlossen. Die Klasse 3 ist als Integrationsklasse zweizügig, in die Klasse 4 gehen nur 11 Schüler. Insgesamt 56 Kinder – 29 Mädchen und 27 Jungen – besuchen die Schule, sagte die kommissarische Leiterin Anne Busch. Die Unterrichtsversorgung beträgt 101 Prozent. Im Sommer ist erneut ein Versuch fehlgeschlagen, die seit Jahren vakante Leiterstelle zu besetzen.

In der Grundschule Seefeld beträgt die Unterrichtsversorgung sogar 105 Prozent, sagte die Schulleiterin Anne Busch. Die erste Klasse sei mit 20 Schülern für Seefelder Verhältnisse sehr groß. Insgesamt besuchen 65 Kinder diese Schule. Eine pädagogische Mitarbeiterin und ein Schulbegleiter verstärken das insgesamt fünfköpfige Kollegium.

Mit der Schülerbeförderung gebe es ebenso wie in Schwei keine Probleme, sagte Anne Busch weiter. Einige Kinder kommen mit dem Taxi. Langfristig könnten nur neue Radwege die Sicherheit der Schulwege erhöhen.

Die neue Oberschule Rodenkirchen zählt 378 Schüler – 207 weibliche und 171 männliche. Derzeit seien drei Schulformen unter einem Dach vereint, sagte der kommissarische Schulleiter Jürgen Janssen: die neue Oberschule in Klasse 5 sowie die Haupt- und die Realschule in den Klassen 6 bis 10. Die Unterrichtsversorgung betrage exakt 101,3 Prozent. 35 Lehrer gehören zum Kollegium, darunter 19 Frauen. Zwei Lehrkräfte sind neu.

Vakant sind noch zwei von drei Leitungsstellen: Die Schulleitung ist offiziell noch nicht besetzt – Jürgen Janssen hat sich wieder darum beworben –, und auch ein didaktischer Leiter wird noch gesucht, der die Qualität des Unterrichts weiterentwickeln soll.

Besetzt ist inzwischen die Konrektorenstelle – mit Wolfgang Trautmann. Der geht allerdings am 31. Januar in Pension und reißt damit die frisch geschlossene Lücke wieder auf.

Die beiden kleinen Schulen in Seefeld und Schwei sollen erhalten bleiben, solange die Eltern es für richtig halten. Das hat Günter Busch, der Sprecher der CDU/Grünen-Mehrheit, im Schulausschuss des Gemeinderates zugesagt.

Das gelte ausdrücklich auch für die Eingangsstufe in der Grundschule Schwei, ergänzte Günter Busch. Am Beispiel der in diesem Sommer geschlossenen Grundschule Esenshamm macht er deutlich, dass er Wunsch zu Schließung auch von den Eltern kommen könne. Der Gemeinderat werde aber von sich aus keine Initiative in diese Richtung ergreifen.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland