Hooksiel - Hooksiels Schulleiter Harry Hahn klagt über ein drohendes Platzproblem in seiner Grundschule. Das machte er in der Sitzung des Wangerländer Schulausschusses deutlich.
Denn zum kommenden Schuljahr wird es zwei erste Klassen geben – erstmals seit langem ist der 1. Jahrgang dann wieder einmal zweizügig. Deswegen muss der bisherige Betreuungsraum mangels Alternativen als Klassenzimmer genutzt werden, sagte Hahn. Nun fehle es an einem geeigneten Raum für die gut 50 Erst- und Zweitklässler, die im Rahmen der Verlässlichen Grundschule nach dem Unterricht betreut werden.
Jugendpflege bleibt
Die Nutzung eines Klassenzimmers als Betreuungsraum lehnt Hahn auch aus pädagogischer Sicht ab. Die Kinder würden den Raum als etwas Persönliches wahrnehmen, außerdem hätten sie dort private Sachen untergebracht – da könne es nicht angehen, dass andere Kinder den Klassenraum nutzen.
Hahn machte deutlich, dass er die Jugendpflege, die zwei Räume im Obergeschoss der Grundschule als Jugendraum nutzt, gerne vor die Tür setzen würde. Doch das ist für Rat und Verwaltung kein Thema: „Die Jugendpflege bleibt dort“, betonte Peter Podein von der Gemeinde. Verwaltung und Schulleitung wollen nun gemeinsam nach einer Lösung suchen. „Wir müssen sehen, wie wir das im Bestand darstellen können“, sagte Bürgermeister Björn Mühlena.
Suche nach Lösung
Denn fraglich ist auch, wie lange die Zweizügigkeit an der Grundschule Hooksiel anhalten wird: Bereits im Schuljahr 2017/18 könnte es sein, dass wieder nur eine erste Klasse zustande kommt. Diese Frage konnte auch Harry Hahn nicht beantworten. „Deswegen müssen wir nach einer pragmatischen Lösung suchen“, sagte Podein. Die sollte möglichst schnell, auf jeden Fall aber noch vor Beginn der Sommerferien gefunden sein.
Anfang Juli beginnt indes die Sanierung der Sporthalle an der Grundschule, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll. Im Zuge dessen werden auch die asbesthaltigen Dachplatten ersetzt.
Wie berichtet, hatten vor zwei Jahren Eltern von Hooksieler Grundschülern massive Befürchtungen geäußert, die Wellbetonplatten auf der Turnhalle könnten Asbestfasern freisetzen. Daraufhin hatte die Gemeinde Wangerland Messungen vornehmen lassen. Die hatten ergeben, dass das Dach kein Asbest in die Umgebung abgibt (die berichtete).
Die Grundschul-Eltern hatten damals eine vorsorgliche Sanierung des Dachs gefordert – die wird nun vorgenommen. 350 000 Euro stehen dafür bereit, davon stammen 214 000 Euro Fördermittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm.
