Cloppenburg - Die Leiter der sieben Cloppenburger Grundschulen haben jetzt in einer gemeinsamen Resolution die Ausstattung ihrer Klassen mit Computer-Netzwerken und Internetzugängen gefordert. Unterschrieben wurde die Resolution auch von allen Vorsitzenden der Grundschulelternräte und den jeweiligen Schulvorständen.

Wie berichtet, sollten nach einem Vorschlag der Verwaltung 2013 eine Oberschule (OS) und drei Grundschulen (GS), 2014 je eine OS und eine GS und 2015 die restlichen GS für insgesamt 660 000 Euro mit EDV/Smartboards ausgerüstet werden.

In der jüngsten Sitzung des städtischen Schulausschusses am 13. November hatte die CDU einen eigenen Vorschlag präsentiert. Dieser sah – im Gegensatz zum Vorschlag der Verwaltung und einem Antrag der UWG – vor, zunächst die OS zu bedienen und die Planungen für die GS offenzulassen. Sowohl der CDU- als auch der UWG-Antrag fanden nach Patt keine Mehrheiten.

„Mit dem Vorschlag der CDU sind die Cloppenburger Grundschulen nicht einverstanden“, erklärte deren Sprecher Ralph Meyer (Leiter GS Galgenmoor). Die Rektoren forderten deshalb eine Rückkehr zu dem verabredeten Vorschlag der Stadtverwaltung. Wichtig sei es zudem, schon im nächsten Jahr Netzwerke zu installieren, damit die schon vorhandenen Laptops sinnvoll genutzt werden könnten.

Ihrer Forderung Nachdruck verleihen die Schulleiter mit einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8. März dieses Jahres. Demnach benötigen die Grundschulen eine anforderungsgerechte Medienausstattung, insbesondere auch außerhalb der klassischen Computerräume.

Ausstattung, Vernetzung und Wartung der schulischen IT-Infrastruktur sei in Abstimmung mit den Schulträgern im Rahmen von Medienentwicklungsplänen festzulegen. Dabei benötigten die Lehrer eine Entlastung von der technischen Betreuung, um sich auf die pädagogischen Aufgaben beim Einsatz der digitalen Medien im Unterricht konzentrieren zu können.

Carsten Mensing
Carsten Mensing Redaktion Münsterland