Kreis Cloppenburg - Die Bürgermeister der 13 Städte und Gemeinden im Landkreis Cloppenburg haben sich in einer Dienstbesprechung einstimmig dafür ausgesprochen, dass die Schulsozialarbeit fortgesetzt wird. Die Schulsozialarbeit sei ein wichtiger Qualitätsfaktor der schulischen Arbeit, so der Vorsitzende des Kreisverbandes Cloppenburg im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund, Michael Fischer.

Darum könne es nicht sein, dass diese wesentliche gesellschaftliche Aufgabe, die aktuell aus Bundesmitteln des Programms Bildung und Teilhabe über das Land bis 2015 finanziert werde, den Kommunen angelastet werden. Das wäre wieder das altbekannte „Anfüttern und nach mir die Sintflut“, so Fischer, der in Emstek Bürgermeister ist.

Zusammen mit dem Landkreistag und dem Städtetag hat der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund nochmals auf die Bedeutung der Schulsozialarbeit beziehungsweise der sozialpädagogischen Betreuung an Schulen hinzuweisen. Sie begrüßen, dass es das Ziel der Landesregierung ist, die Sozialarbeit an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen in Niedersachsen als eine Säule eines leistungsfähigen Beratungs- und Unterstützungssystems der Schule zu installieren. Die Verlängerung der Förderung gemäß der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen für sozialpädagogische Maßnahmen zur Berufsorientierung und Berufsbildung sehen sie als positives Signal. Die Kommunen könnten dies aber nicht finanzieren.

Die Verbände fordern die Beschäftigung von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen an allen Schulen und die Ausweitung der sozialpädagogischen Betreuung auf alle Förder-, Grund-, Real- und Berufsschulen und insbesondere auch auf die Integrierten Gesamtschulen. Die Bezahlung dieser Kräfte sei nach den schulgesetzlichen Bestimmungen eindeutig Landesaufgabe.