Hollen/Nethen - An ihren ersten Schultag in der damaligen Volksschule in Hollen erinnert sich die Nethenerin Marion Duhm, geborene Rädecker:

„Im Frühjahr 1965 wurde ich eingeschult. Die Volksschule befand sich in Hollen (Gemeinde Wiefelstede), wo ich auch aufgewachsen bin. Die Schule hatte nur einen einzigen Unterrichtsraum für vier Klassen mit zusammen lediglich 15 Schülern. Unsere Klasse hatte damals fünf Schüler, vier Mädchen und einen Jungen. Die kleine Dorfschule war für die Kinder schnell zu Fuß oder per Fahrrad erreichbar. Am ersten Schultag wurde uns unser Platz im Klassenraum gezeigt. Die Schüler der älteren Klassen zeigten uns den Spielplatz mit Turnstange, Hangelbarren und Schaukel. Erinnern kann ich mich noch, dass wir in der ersten Zeit auf einer Schiefertafel mit einem Griffel geschrieben haben. Unser Lehrer war Edzard Meyer, der uns Schülern viel beigebracht hat, besonders über die Natur und unsere Heimat. Er lebt noch und wohnt in Sage im Landkreis Oldenburg. Er war damals der einzige Lehrer in Hollen und unterrichtete folglich alle Schüler unserer Schule.

In meiner Schultüte befanden sich damals neben ein paar leckeren Süßigkeiten auch ein Tuschkasten für den späteren Unterricht, eine Garnitur Unterwäsche und ein Kartenspiel „Der schwarze Peter“.

Vor einigen Jahren hatten einige Mitschüler ein Schultreffen organisiert, an dem fast alle damaligen Schüler teilgenommen haben – und auch unser Lehrer Edzard Meyer, der später auch unser Klassenlehrer in Wiefelstede war, nahm am Treffen teil. Natürlich wurden viele Erinnerungen ausgetauscht.

Übrigens: der Junge, der damals mit uns vier Mädchen in Hollen eingeschult worden war, lebt heute ebenfalls in Nethen – in derselben Straße, in der auch ich wohne. Die Volksschule in Hollen wurde meines Wissens nach Ende der 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts endgültig geschlossen und wir Schüler wechselten zur Volksschule nach Wiefel­stede – dorthin, wo heute die Grundschule ist.“