von Anke Wöbken
Frage:
Frau Schaefer, was empfehlen Sie als Inhalt für eine Schultüte?Schaefer:
Viele Eltern möchten den ersten Schultag ihres Kindes versüßen. Doch Süßigkeiten sind nicht nur ungesund für die Zähne, sondern zudem nicht von Dauer. Ich empfehle Gutscheine, zum Beispiel fürs Schwimmbad oder einen Zoobesuch, Buntstifte, Puzzle, Kartenspiele und dergleichen – oder aber zuckerfreie Bonbons.Frage:
Wie ist es Ihren Erfahrungen nach um die Bedeutung der Zahngesundheit bei Kindern bestellt?Schaefer:
Viele Kinder kommen erst in die Praxis, wenn sie Schmerzen haben. Dann muss meist auch viel saniert werden. Dabei sollten Kinder schon möglichst frühzeitig an den Zahnarzt gewöhnt werden, ab dem zweiten/dritten Lebensjahr. Die Prophylaxe ist sehr wichtig.Frage:
Wieso ist gerade der Schulanfang für die Zahnmedizin so ein einschneidender Zeitpunkt?Schaefer:Mit dem Beginn der Schulzeit kommen bei den Kindern die neuen, bleibenden Zähne, die Milchzähne fallen aus. Die neuen Zähne bleiben dann ein Leben lang – und sollen ein Leben lang halten. Noch wichtiger als Zähneputzen ist dafür eine gesunde Ernährung.
Ein gesundes Pausenbrot für die Schule ist beispielsweise viel besser als ein süßer Müsliriegel. Doch muss nicht völlig auf Süßigkeiten verzichtet werden, einmal am Tag etwas Süßes ist in Ordnung. Süßigkeiten sollten jedoch nicht über den ganzen Tag verteilt gegessen werden, denn dann bietet man „Karius und Baktus“ viele Angriffsflächen.Zum Schulanfang sollte die Schultüte „zahngesund“ gefüllt sein. Das rät die Jugendzahnpflegereferentin der Zahnärztekammer Niedersachsen für Friesland, Dr. Britta Schaefer.
