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BILDUNG Die Sprachförderung verbessern

BEATRIX SCHULTE

SCHWEI - In diversen Rollenspielen übten sich die 16 Lehrer und Erzieher der Grundschule Schwei und des Kindergartens „Lüttje Lüü“ bei einem zweitägigen Seminar im Kindergarten. Die interne Fortbildung unter der Leitung der Theaterpädagogin Heike Scharf stand unter dem Motto „Spiel-Spannung-Sprache" und zeigte Wege zu einem angstfreien Sprachgebrauch in der Grundschule und im Kindergarten.

Das Ziel dieser Fortbildung war, dass sich Lehrer und Erzieherinnen unter einem Dach besser kennenlernen sollten und damit eine bessere Vernetzung zwischen Kindergarten und Grundschule stattfinden kann. Ein weiteres Ziel war das Erarbeiten von Problemlösungen in Form von Rollenspielen für die Kinder. Das Seminar war Bestandteil des landesweiten Modellprojekts „Brückenjahr“, an dem die beiden Einrichtungen in Schwei beteiligt sind.

„Schule und Kindergarten wissen zu wenig voneinander“, sagte Grundschulleiter Hans Meinen, der sich eine engere Verzahnung beider Einrichtungen wünscht, um die Kinder besser fördern zu können. Mit den beim Seminar erlernten Techniken wolle man die Sprachfertigkeit der Kinder besser unterstützen. Hierfür werden nach den Herbstferien Lehrerin Gritje Baar und Erzieherin Miriam Mogwitz abgestellt, die einen gemeinsamen Sprachförderungsunterricht organisieren und leiten werden.

Der integrative Aspekt werde zudem speziell berücksichtigt, sagte die Leiterin des Kindergartens, Heike Woltmann, und sah in dem Spiel und Rollenspiel ein gute Möglichkeit, auch stummere Kinder zum Sprechen zu motivieren. „Wir wollen Sprechanlässe schaffen, die Kinder gezielt zum Sprechen bringen, und ihnen mit dem Rollenspiel eine neue Ausdrucksmöglichkeit bieten“, fügte Hans Meinen an.

Im Seminar lernten die Teilnehmer verschiedenste Übungen und Techniken kennen, um sich gegenseitig besser zum Sprechen zu bringen. Heike Scharf freute sich über die funktionierende Gruppe, die sehr gut zusammenarbeitete.

Die Teilnehmer mussten zum Beispiel von ihrem Lieblingsgegenstand erzählen und diesen dann Dritten schildern. Es wurde in Kauderwelschsprache geredet oder in einem Wortschwall ohne Punkt und Komma.

Zudem wurden Zahlenspiele eingesetzt, um sich nur per Mimik, Gestik und Tonfall zu verständigen. Auch wurden kreative Sprachanlässe geschaffen und Sprachspiele sowie szenische Gestaltungen erlernt.

Kindergartenkinder auf Übergang in die Schule vorbereiten

Das „Brückenjahr“

ist ein Modellprojekt des Niedersächsischen Kultusministeriums mit dem Ziel einer verbesserten Unterstützung der individuellen Entwicklung der Kinder insbesondere im Jahr vor der Einschulung. Zu den in Niedersachsen ausgewählten 226 Einrichtungen, in denen Kindergarten und Schule gemeinsam durch abgestimmte Maßnahmen die Kindergartenkinder auf den Übergang in die Grundschule vorbereiten sollen, gehören der Kindergarten „Lüttje Lüü“ und die Grundschule in Schwei. Sie erhalten für zusätzliche fünf Fachkräfte- und Lehrerstunden pro Woche für dieses und das nächste Schuljahr insgesamt 16 000 Euro vom Land Niedersachsen.
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