SEDELSBERG - Strahlender Sonnenschein lockte am Sonnabend viele Gäste zum Schulfest der Astrid-Lindgren Grundschule in Sedelsberg anlässlich des 150-jährigen Bestehens. Festlich geschmückt waren die Schule und der Pausenhof, in dessen Mitte man eine Bühne aufgebaut hatte. Schulleiter Manfred Nawrath freute sich, den ehemaligen Schulleiter Franz von der Heide sowie Bürgermeister Hubert Frye begrüßen zu können.

In einer kleinen Zeitreise berichtete Nawrath über 150 Jahre Unterrichtsversorgung in Sedelsberg. Im Jahr 1861 lebten rund 100 Menschen in Sedelsberg, davon 21 Schulkinder, die bis dato nach Scharrel oder Neuscharrel zur Schule mussten. Es wurde der Wunsch nach einer eigenen Schule laut. Mit Heinrich Hollinden wurde am 28. September 1861 der erste Lehrer in Sedelsberg angestellt. Da es zu diesem Zeitpunkt noch keine Schule in Sedelsberg gab, musste Heinrich Hollinden zwei Jahre lang den Unterricht im Haus von Heinrich Wimberg abhalten.

Das erste Schulgebäude in Sedelsberg wurde am 15. Oktober 1863 an der Hauptstraße/Ecke Schulweg in Betrieb genommen. Es war eine Schule mit einer Klasse, in der bis zu 66 Kinder unterrichtet wurden. „Heute ist so etwas kaum noch vorstellbar“, sagte, Nawrath. Heute werden in Sedelsberg in acht Schulklassen der Jahrgänge eins bis vier 153 Schüler durch zehn Pädagogen unterrichtet.

Mit fröhlichen Liedern, Tänzen und Sketchen sorgten die Schüler mit ihren Lehrern für ein buntes attraktives Bühnenprogramm. Der Förderverein der Schule hatte eine Tombola mit vielen Preisen zusammengetragen. In den Schulklassen wurde an Fotowänden die Schulgeschichte und die Geschichte der Unterrichtsversorgung gezeigt. Auf dem Schulplatz herrschte buntes Treiben, denn hier gab es viele Spiele wie Sackhüpfen, Schubkarrenrennen, Nagel schlagen und den heißen Draht, Bälle werfen. Auch gab es einen Auftritt des Jugendorchesters Sedelsberg.