SEDELSBERG - Der kleine weiße Mischlingsrüde saß ganz verängstigt auf einer Decke mitten in einem trockenen Graben. In Neuscharrel, unweit des Küstenkanals, hatten bislang Unbekannte den Hund ausgesetzt.
Am vergangenen Sonntag fand ein Einwohner aus Neuscharrel das Tier und informierte das Tierheim des Tierschutzvereins Friesoythe in Sedelsberg. Dort wird der kleine Rüde nun gepflegt. Ein neues Zuhause ist bereits in Sicht: Tierheimleiterin Rita Schulte gegenüber derNWZ
: Es gibt bereits Interessenten.Nun sind die Mitarbeiter des Tierheims auf der Suche nach dem ursprünglichen Besitzer des ausgesetzten Hundes. Rita Schulte: Der Hund befand sich am Sonntag noch nicht sehr lange in dem Graben. Er war wohl erst kurze Zeit zuvor ausgesetzt worden. Darauf deute die Tatsache hin, dass der Hund nicht unterkühlt war. Allerdings befand sich der Rüde in einem verdreckten Zustand. Rita Schulte: Er war außerdem total schüchtern, trug keine Leine und auch kein Halsband.
Die Leiterin des Tierheims bittet nun mögliche Zeugen, sich beim Tierheim in Sedelsberg (Telefon 04492/443) zu melden. Sie fragt, wer den Hund kennt, ihn schon zuvor irgendwo gesehen hat oder Angaben zur Herkunft des Hundes machen kann.
Bei dem kleinen Rüden handelt es sich um einen Mischlingshund. Er trägt auf dem Rücken im Unterfell dunkle Flecken. Rita Schulte: Es sieht aus wie Dalmatinerflecken. Die lange Schnauze und die großen Ohren seien weitere Merkmale des Hundes. Im Tierheim haben sie den ein bis zwei Jahre alten Rüden inzwischen auf den Namen Ibo getauft.
Der Hund sei ganz offensichtlich in einem Wohnhaus gehalten worden. Er sei stubenrein und mache ansonsten einen sehr gepflegten Eindruck. Auch die tägliche Begegnung mit den anderen Hunden im Sedelsberger Tierheim macht dem kleinen Rüden nichts aus. Rita Schulte: Er versteht sich gut mit den anderen Hunden und hat sich hier bei uns sehr schnell eingelebt.
Aktuell ist die Zahl der Fundhunde im Tierheim Sedelsberg in den letzten Wochen zurückgegangen. Waren vor Weihnachten noch 13 Hunde in den Zwingern untergebracht, so ist ihre Zahl in der letzten Zeit auf acht gesunken. Rita Schulte: Wir konnten einige Hunde in gute Hände abgeben.
Anders sieht es bei den Katzen aus. Noch immer leben mehr als 30 Katzen im Tierheim. Rita Schulte rechnet damit, dass ihre Zahl im kommenden Frühjahr noch weiter steigen wird: Katzen sind immer noch sehr schwer zu vermitteln.
