SEEFELD - Begleitet wurden die Kinder von Mitgliedern des Hegerings Seefeld. Sie erläuterten ihnen die Besonderheiten des Wattenmeeres.
von beatrix schulte
SEEFELD - Eine mehrstündige Wattwanderung im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer in Augustgroden unternahmen jetzt die 15 Schüler der 4. Klasse der Grundschule Seefeld. Geführt wurden sie von Mitgliedern des Hegeringes Seefeld, die eine Sondergenehmigung für das Betreten der höchsten Schutzzone bei der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven erwirkt hatten.Hegeringsleiter Rolf Grabhorn, die beiden Stellnetzfischer Hergen Hülstede und Günter Büsing sowie der Naturschutzbeauftragte Dr. Wolfgang Waßhausen erläuterten den Kindern die Besonderheiten des Wattenmeeres, des Deichvorlandes und des aussterbenden Handwerkes der Stellnetzfischerei.
Mit dem ablaufenden Wasser folgten die Schüler sowie ihr Klassenlehrer und Schulleiter Reiner Borchers den Spuren der Muscheln und anderer Kleintiere des Ökosystemes und schauten in den 1,5 Kilometer vom Ufer entfernten Stellnetzen nach dem Tagesfang.
Schollen, Aale, Hornhechte und Krabben werden mit den Stellnetzen aus dem Jadebusen gefischt. Nur Hergen Hülstede, der auch ehrenamtlicher Nationalpark-Aufseher ist, und Günter Büsing haben derzeit die Erlaubnis, im Wattenmeer mit Stellnetzen zu fischen. Sie können dieses Recht allerdings nicht auf ihre Nachkommen vererben, wie es in früheren Jahrzehnten üblich war. So wird dieser ehemalige Berufszweig zumindestens am Jadebusen irgendwann aussterben.
