Brake - „Es ist geschafft“: Das waren die magischen Worte für die 44 Absolventen des Beruflichen Gymnasiums, die in den Bereichen Ökotrophologie, Wirtschaft und Technik ihre Abiturprüfungen gemeistert haben und jetzt in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse entgegennehmen konnten.

„Wir sind stolz, heute den neunten Abiturjahrgang zu verabschieden“, sagte Schulleiter Artur Post. In seiner Ansprache an die Absolventen betonte er, dass jetzt jede Menge Entscheidungen auf die frisch gebackenen Abiturientinnen und Abiturienten zukämen. „Seien Sie dankbar, dass Sie in einer Welt leben, in der Sie selbst entscheiden können“, gab er den jungen Leuten mit auf den Weg.

Nicht alle Schüler haben ihren Schulweg bis ins Ziel geschafft. Vier von den einst 48 jungen Leuten konnten an diesem Abend kein Abi- Zeugnis entgegennehmen. Aber ihnen gratulierte der Schulleiter zur allgemeinen Fachhochschulreife, die sie mit dem Übergang von Klasse 12 zu Klasse 13 erreicht haben.

Die Besten des Jahrgangs wurden vom Schulleiter sowie dem Ersten Kreisrat Hans Kemmeries ausgezeichnet: Josepha Fette schaffte ihr Abitur mit der Note 1,9, Mario Schumacher mit 2,0, Arjanne Morssik mit 2,1 und Samuel Boltjes mit 2,1. „Es ist geschafft mit allen Höhen und Tiefen“, gratulierte Kemmeries den Abiturienten, „die Eltern haben ihre Kinder durch die Kita und die Schule bis zum Abitur begleitet. Sie alle können richtig stolz auf das sein, was ihre Kinder geleistet haben.“ Kemmeries’ Rat an die Absolventen: „Wenn es einmal nicht so richtig klappt, denkt daran: Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.“

Die Festansprache als Vertreter der Wirtschaft hielt Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. Müller AG. Er riet den Absolventen, sich stets ihrer Wurzeln bewusst zu sein, aber auch die Flügel auszubreiten und sich von ihnen durch das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen tragen zu lassen: „Wichtig ist eine positive Lebenseinstellung. Man muss sich stets seinen Optimismus bewahren“. Müller riet den jungen Leuten, keine Angst vor dem Unbekannten zu haben, selbstständig zu denken, die eigenen Horizonte stets zu erweitern und Chancen zu nutzen. Sein abschließender Tipp: „Seid leidenschaftlich und emotional.“

Auch die Landtagsabgeordnete Karin Logemann (SPD) zollte den Abiturienten Anerkennung und Respekt. Sie bot den Absolventen Praktikumsplätze an – wer weiß, für den einen oder anderen eröffnet sich damit womöglich eine Karriere in der Politik.

Die Absolventen dankten ihren Lehrerinnen und Lehrern. Für Erheiterung sorgten Kyra Stuhrmann und Leyla Pasukan. Sie spielten den typischen Schultag am Beruflichen Gymnasium nach: Immer die gleichen Schüler kommen zu spät, hektisch werden im Gang noch schnell die Hausaufgaben für die nächsten Stunden abgeschrieben und haarsträubende Entschuldigungen ausgedacht. Das gehört nun alles der Vergangenheit an. Vergessen werden die nunmehr Ehemaligen die Schulzeit sicherlich aber nicht.