Wildeshausen - Die Verkehrswacht für den Landkreis Oldenburg hat in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen und anderen Organisationen einen „Kindergurtschlitten“ entwickelt und gebaut. Dabei wird auf einem Pkw-Sitz ein Kindersitz oder eine Sitzerhöhung montiert und eine elf Kilogramm schwere Kindspuppe darauf gesetzt.
Der Sitz wird auf einer schräg angebrachten Schiene nach oben gezogen und befestigt. Die Befestigung wird gelöst und die Puppe fährt auf dem Sitz nach unten, ehe sie abrupt zum Stehen kommt. Dies stellt die Simulation eines Autounfalls mit Schrittgeschwindigkeit dar.
Dieser Kindergurtschlitten wurde am Freitag an die Verkehrswacht Oldenburg für deren Präventivarbeit übergeben. „Für die Schüler ist es positiv, in ihrer Ausbildung etwas realisiert zu haben, was einen gesellschaftlichen Wert hat und gebraucht wird“, beurteilte Lehrer Holger Adomat das Projekt.
Auch Peter Wildbredt von der Verkehrswacht zeigte sich erfreut: „Die jungen Leute und vor allem Kinder sind begeistert über derartige Simulationen, da sie die Unfallfolgen anschaulich darstellen.“
Er betonte, dass nie genug Prävention betrieben werden könne, auch weil die Selbstdisziplin vieler Autofahrer nachlasse. Bei zwei Prozent aller Autounfälle kämen Kinder zu Schaden und müssten ein Leben lang die Folgen tragen. „Unsere gesellschaftliche Verantwortung ist es, dies zu verhindern“, sagte Wildbredt.
