Landkreis/Wardenburg - Die Zukunft des Seniorenservicebüros „Aktiv A“ in Wardenburg ist bis zum Jahr 2014 gesichert. Der Sozial- und Gesundheitsausschuss des Landkreises empfahl am Dienstagabend einstimmig, die von der Gemeinde Wardenburg beantragten Zuschüsse zu gewähren.

Danach erhält das Servicebüro für den Zeitraum von Juli 2013 bis Ende Dezember 2013 einen Zuschuss von maximal 13 455 Euro; für das Jahr 2014 überweist der Landkreis 27 000 Euro. Voraussetzung sei, dass sich die Gemeinde Wardenburg in gleicher Höhe an den Kosten beteiligt. Vera Vollmer, die seit 2008 das Seniorenservicebüro leitet, stellte das Konzept vor. Zielgruppe sind ältere Menschen, die in ihrer selbstständigen Lebensführung unterstützt werden möchten. Vermittelt werden ehrenamtliche Unterstützung, etwa für handwerkliche Hilfen, oder der Kontakt zu weiteren Hilfsdiensten. Inzwischen seien 89 Seniorenbegleiter ausgebildet worden. Es gebe Kooperationen mit dem Freiwilligenforum „Mach mit“ in Ganderkesee oder dem DRK-Mehrgenerationenhaus in Wildeshausen. Das Seniorenservicebüro sei im gesamten Landkreis unterwegs, erläuterte Vollmer. Kritik übten die Ausschussmitglieder am Verhalten des Landes, das die Förderung nicht über den 30. Juni 2013 hinaus fortsetzen will. Eckhard Hildebrandt (UWG/FWG) würdigte die Arbeit des Servicebüros. Er hätten sich allerdings gewünscht, dass sich auch die anderen Gemeinden des Landkreises an den Kosten beteiligen.

Das Amt für Arbeit und Soziale Sicherheit stellte seine Arbeit im Ausschuss vor. Weiterhin befasste sich das Gremium mit der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention. Vor allen an den Schulen sei das Thema „Inklusion“ in Bewegung gekommen, sagte Wittkowski. So gebe es ab dem Schuljahr 2013/2014 ein gesetzliches Wahlrecht zwischen Regelschule und Förderschule. Für den Mobilen Dienst im Jugendamt seien zwei Mitarbeiter beratend tätig. Gemeinsam mit den Pädagogen sollen sie prüfen, ob ein Besuch der Förderschule sinnvoll sei.

Zu Versorgung psychisch kranker Menschen im Landkreis will die Kreisverwaltung ein „niederschwelliges Angebot“ nach dem Vorbild eines Treffpunkts schaffen. Es gelte, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu stärken. Ergänzt werden könne das Angebot durch Beratungsleistungen. Mittlerweile seien Gespräche mit zwei interessierten Leistungsanbietern geführt worden. Die Entscheidung über einen Standort stehe aus, erklärte Sozialdezernent Robert Wittkowski.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent