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SERIE Von der Schule in den Kindergarten

FSJ – Was ist das überhaupt?

Das Freiwillige Soziale Jahr

(FSJ)

ist ein freiwilliger Dienst, für den sich junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren melden können. Gearbeitet wird in Krankenhäusern, im Sozialdienst

in Alten- und Pflegeheimen, in Einrichtungen für behinderte Menschen,

in Kinderheimen, in Kindertagesstätten, in Pfarreien, in der Jugend(verbands)arbeit, in kulturellen Einrichtungen und

in Sportvereinen.

Während des FSJs,

das in der Regel zwölf Monate dauert,

erhalten die Freiwilligen Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung, eine beitragsfreie Versicherung in der gesetzlichen Kranken-, Renten-, Unfall-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Außerdem besteht für die Eltern Anspruch auf Kindergeld.

Angeboten wird

das

FSJ vom Bundesarbeitskreis FSJ beziehungsweise ihren Untergliederungen.

Wer lieber

in der Denkmalpflege arbeiten möchte oder etwas für die Umwelt tun will, kann ein Freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege (FJD) beziehungsweise ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) machen. Die Freiwilligendienste werden von den Universitäten, Fachhochschulen und der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen als Wartesemester anerkannt. Meistens kann das Freiwillige Jahr auch Ersatz für den Zivildienst sein. Die Freiwilligendienste können übrigens auch im Ausland abgeleistet werden.

www.pro-fsj.de

www.foej.de

www.ijgd.de

Die 19-jährige Varelerin hat gerade Abitur gemacht. Da sie noch nicht weiß, was sie studieren will, macht sie ein FSJ.

Von Esther Rothstegge

Varel „Ich habe gerade meine Zusage bekommen“, sagt Femke Henniges und strahlt übers ganze Gesicht. „Ich freu’ mich sehr.“

Henniges ist 19 Jahre alt, wohnt in Varel bei ihren Eltern und hat vor kurzem ihr Abitur gemacht. Und das, worüber sie sich so freut, ist die Zusage für ein Freiwilliges Soziales Jahr, kurz FSJ. Ab 1. August oder 1. September, das weiß sie noch nicht so genau, soll sie für die Diakonie arbeiten, in einem Kindergarten.

„Ich freu’ mich, dass das geklappt hat“, sagt sie noch einmal. „Das ist genau das richtige für mich, weil ich mich ja noch orientieren möchte.“ Besonders freut sie, dass sie nun mit Kindern arbeiten kann. Vielleicht will sie danach Englisch und Sport auf Lehramt studieren oder Sozialpädagogik oder Erziehungswissenschaft. Vielleicht will sie aber auch etwas anderes machen. Das weiß sie noch nicht genau.

Henniges hat bis vor kurzem das Jade-Gymnasium besucht, ihre Schwerpunktfächer waren Geschichte, Deutsch, Erdkunde, Englisch und Bio. Was sie nach dem Abitur machen wollte, hat sie erst ab der 13. Klasse wirklich beschäftigt. „Vorher denkt man ja immer, das ist noch so lange hin“, sagt sie. Irgendwann war sie aber nicht mehr lange hin, sondern fast schon da, die Zeit nach der Schule.

Um sich zu informieren, was sie machen könnte, fragt sie Freunde und guckt im Internet. Eine Freundin erzählt ihr von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr. Da Henniges immer noch nicht weiß, was sie studieren könnte, bewirbt sie sich bei verschiedenen Trägern um ein FSJ.

„Ich wollte auch nicht einfach irgendwas studieren und das dann nach einem halben Jahr abbrechen“, erklärt sie. „Das wäre vertane Zeit.“ Stattdessen füllt sie die Formulare aus und hofft auf einen Platz im Kindergarten oder bei der Sportjugend in Oldenburg oder Bremen.

„Ich hatte auch überlegt, für ein halbes Jahr nach England zu gehen und dort als Au-Pair oder bei einem sozialen Dienst zu arbeiten und einen Sprachkurs zu machen“, erzählt die 19-Jährige weiter. Diese Idee hat sie jetzt aber erstmal verschoben – zumindest bis nach dem FSJ. „Danach mache ich das vielleicht noch.“

Denn wenn ihr die Arbeit mit den Kindern doch nicht gefallen sollte, will sie vielleicht etwas im Bereich Hotelmanagement oder Tourismus studieren.

„Aber das wird sich in diesem Jahr erst zeigen“, sagt Henniges und strahlt weiter.

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