Großenkneten/Ahlhorn - So schnell gibt es auch nicht alle Tage ein Wiedersehen in der deutsch-polnischen Partnerschaft zwischen Großenkneten und Suprasl. Schließlich liegen 1250 Kilometer dazwischen. Grazyna Prusik war erst in der vergangenen Woche mit der polnischen Ratsdelegation zu Gast, jetzt ist sie als betreuende Lehrerin erneut nach Kneten gekommen, diesmal mit drei weiteren Lehrerinnen und Lehrern sowie 40 Schülerinnen und Schülern zwischen 13 bis 16 Jahren. „Hut ab vor so viel Engagement, zweimal innerhalb kürzester Zeit eine so weite Reise auf sich zu nehmen. Das prägt eine solche Partnerschaft“, lobte Bürgermeister Thorsten Schmidtke in seiner Begrüßung die Gäste vom LS Sportowych Gimnazjum Sportowe am Donnerstagmittag im Großenkneter Rathaus.

Nach einem Zwischenstopp waren die jungen Polen am Mittwoch angekommen und wurden auf die Gastfamilien verteilt. „Völlig problemlos“ sei die Quartiersuche, so Lehrer Ekhard Feldhoff. Er organisiert auf Seiten des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn gemeinsam mit Ulrike Seebeck federführend den Austausch. Auch die Kommunikation der Jugendlichen untereinander klappe prima, und zwar auf Englisch.

Schmidtke wünschte den Gästen, dass sie einen möglichst großen Einblick in den hiesigen Alltag gewinnen. Er verwies auf das umfangreiche Programm, bei dem diesmal auf Wunsch der Gäste auch „Zeit zum Shoppen“ eingeplant sei. „Genießt die Zeit“, riet der Bürgermeister den Jugendlichen.

Der Vorsitzende des Partnerschaftsausschusses, Heinz Heinsen, erinnerte an die Anfänge der Begegnung. „Es erfüllt mich mit Freude und Stolz, so viele junge Menschen hier zu sehen.“ An ihnen sei es, die Partnerschaft auch künftig mit Leben zu füllen.

Die Gäste aus Suprasl überraschten die Kneter mit Buttons „I love Suprasl“ sowie einem Medienpaket für die Schule, von CD, DVD, Ortsplan bis hin zu Büchern über ihre Heimat.

An diesem Freitag geht es zur Seehundestation Norddeich, dann per Fähre nach Baltrum, zurück zu Fuß durch das Watt. Am Wochenende ist Zeit in den Familien, zum Beispiel fürs Shoppen. Am Montag geht es in den Kletterpark Hatten, am Dienstag zum Heidepark. Am Mittwoch ist dann der Tag des Abschieds gekommen – bis zum nächsten Besuch der Kneter in Suprasl.

Ulrich Suttka
Ulrich Suttka Kanalmanagement