Oldenburg - Die Sommerferien neigen sich ihrem Ende. Am Donnerstag, 11. September, beginnt wieder der Schulalltag. Die großen Banner, die die Verkehrswacht Oldenburg gemeinsam mit der Stadt an Verkehrsknotenpunkten aufgestellt hat, erinnern bereits jetzt daran, dass besondere Vorsicht und Rücksichtnahme gefragt sind. Denn schon bald sind 1311 Erstklässler auf den Oldenburger Straßen unterwegs.
Auch wenn sie sich gemeinsam mit ihren Eltern auf den Schulweg vorbereitet und die Strecke zu ihrer Grundschule eingeübt haben, Gefahrenpunkte gibt es dennoch immer wieder im Stadtgebiet. Um sie möglichst zu kennen, sie – wenn es denn möglich ist – auch auszuräumen, ruft die NWZ wieder zur Aktion „Sicherer Schulweg“ auf. Bürgerinnen und Bürger werden darum gebeten, Hinweise auf neuralgische Punkte im Stadtgebiet zu geben. Zum Beispiel: Wo sind besondere Engpässe? Wo ist die Sicht eingeschränkt? Wo müsste unbedingt eine Druckampel installiert werden?
Diese Hinweise werden der Stadtverwaltung zugeleitet, damit die Fachleute sie überprüfen. Möglicherweise gibt es schnelle Hilfe oder die Verbesserungsvorschläge fließen in neue Verkehrskonzepte ein, die von der Politik dann diskutiert und letztlich entschieden werden.
Zwei Beispiele von der Aktion im vergangenen Jahr zeigen, dass die Stadt manchmal sehr schnell handelt. So wurden schon kurz nach der Berichterstattung über wucherndes Grün auf Pflanzstreifen an der Donnerschweer Straße die Büsche beschnitten. Kurzfristig reagierte die Stadt auch auf den Hinweis, dass die Sicht auf den Hochheider Weg sehr eingeschränkt sei. In diesem Fall waren Altglas- und Kleidercontainer unter der Brücke der Nordtangente der Grund. Nur wenige Tage nach der Berichterstattung waren die Container auf der gegenüberliegenden Straßenseite aufgestellt worden.
Manche Wünsche von besorgten Bürgern werden erst nach Jahren erfüllt. So zum Beispiel die Forderung, an der Einmündung Wilhelmshavener Heerstraße/Mittelkamp eine Ampel aufzustellen. Wie berichtet, war es im November 2013 soweit. Bis dahin hatten nicht nur Eltern immer wieder nach einer Ampel an der gefährlichen Trennlinie zwischen Ofenerdiek und Etzhorn verlangt, sondern auch der Bürgerverein Etzhorn hatte sich dafür eingesetzt. Ausschlaggebend waren letztlich aber nicht allein deren Forderungen. An dieser Stelle hatte es auch vermehrt Autounfälle gegeben, und das Verkehrsaufkommen lag genau an der Grenze für den Bedarf einer Druckampel.
Woanders wartet man noch auf eine Verbesserung. Wie im vergangenen Jahr meldet sich jetzt erneut Hans Hermann Diering mit seinem Hinweis auf die Kreuzung Etzhorner Weg/Haseler Weg: „Stadtauswärts gehend oder fahrend kann man nicht in den vorfahrtsberechtigten Haseler Weg einsehen, weil er zugewachsen ist.“
Um für jedes Kind den möglichst sichersten Schulweg zu finden, wurden übrigens für alle Oldenburger Grundschulen Schulwegpläne erarbeitet. Die Pläne stellt die Verkehrswacht Oldenburg den Eltern der Abc-Schützen über die Grundschulen zur Verfügung.
Als Download gibt es sie zusammen mit vielen weiterern Informationen unter
