Oldenburg - Wie funktionieren eigentlich Roboter? Antwort auf diese immer wieder gerne gestellte Frage erhielten rund 100 Mädchen und Jungen aus Oldenburger Grundschulen in der Weihnachtsvorlesung der Jade Hochschule. Dr. Frank Wallhoff, Professor für Assistive Technologien, referierte kindgerecht zum Thema.

Was also ist ein Roboter? „Ein Ding mit Computer im Gehirn“, „etwas, das man programmiert“, „Drähte, die verbunden sind, so dass der was machen kann“. Für die meisten Kinder der Grundschule Babenend und der Heiligengeisttorschule war es wohl der erste Besuch in einer Hochschule – schüchtern waren sie trotzdem nicht. Auf alle Fragen des Professors schnellten sofort die Finger in die Höhe.

Ein Roboter hat keine Gefühle, kann nicht weinen und kann nicht sauer werden – das wussten die Kinder. Wofür Roboter eingesetzt werden, konnten die Schülerinnen und Schüler im Laufe der „Vorlesung“ erleben.

Auch wie Roboter funktionieren, war ein Thema – dass sie zum Beispiel anstelle von Ohren Mikrofone, statt Augen Kameras, anstatt Muskeln Motoren und statt Haut Sensoren haben.

Demonstriert wurde das Ganze am Beispiel von echten Robotern: Besonders der humanoide Roboter „NAO“, der ein Gedicht aufsagen und tanzen konnte, begeisterte die Schülerinnen und Schüler. Nur dass der Roboter neben Twist, dem Ententanz und Michael Jacksons „Moonwalk“ nicht den modernen „dab dance“ beherrschte, enttäuschte ein bisschen. Beifall bekam NAO dafür, ohne Hilfe vom Boden aufzustehen.

Auch die kuschelige Roboterrobbe „PARO“, die zum Beispiel zur Heilung von Demenzkranken eingesetzt wird, wurde mit Freude begrüßt. Wie viel so ein Roboter eigentlich kostet, wollten die Schüler wissen – schließlich ist bald Weihnachten.

„Mit unserer Weihnachtsvorlesung möchten wir das Interesse an MINT-Themen wecken“, sagt Wallhoff. „Daher fand ich es sehr schön zu sehen, dass die Kinder so begeistert dabei waren.“ Und vielleicht sieht man die eine oder den anderen irgendwann auf dem Campus wieder.