Nordenham - „Lernen mit iPads ist eine Bereicherung“, resümierte Lehrer Torsten Lange, nachdem die Schüler der Klasse 10B knapp drei Monate mit den von der NWZ und der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) gesponserten iPads gearbeitet hat.
Die Abschlussklasse der Oberschule 1 Nordenham nahm als iPad-Klasse am Zeitungsprojekt ZiSch – „Zeitung in der Schule next Generation“ (nächste Generation) teil, das von der NWZ und dem Institut zur Objektivierung von Lern- und Prüfungsverfahren (IZOP) ins Leben gerufen worden ist. 23 Schüler und 2 Lehrer wurden mit den Tablet-PCs ausgestattet.
Hohe Motivation
Die Rechner wurden unter anderem in den Fächern Deutsch, Geschichte, Politik, Biologie, Englisch und Mathematik eingesetzt. Für die iPads gab es außerdem das ePaper der NWZ, mit dem die Schüler unter anderem im Fach Politik gleich aktuelle Fallbeispiele zu Themen wie der Aktivität der UNO recherchieren konnten.
Es bestehe eine ganz hohe Motivation der Schüler, mit den iPads zu arbeiten, sagte Torsten Lange. Wenn es nach dem Schüler Maik Philipp ginge, sollten die iPads in Zukunft fester Bestandteil des Unterrichts werden. „Man hat gemerkt, dass die Schüler deutlich mehr mitgearbeitet haben“, sagte Maik Philipp, denn das Arbeiten mit den iPads mache einfach Spaß, findet der 16-Jährige.
Für mehr Spaß im Unterricht sorgte auch die Computer-Stimme „Siri“, eine Sprachsoftware, die auf Stimmen reagiert und Fragen beantworten kann. Diese Software ist auch auf den iPads installiert.
So meldete sich die Computer-Stimme des Öfteren ungefragt auch im Unterricht zu Wort. „Siri hat sich aktiv beteiligt“, sagte die 15-jährige Denise Jung schmunzelnd.
Schnelle Recherche
„Insgesamt ist das Lernen mit dem iPad wesentlich schneller, was aber nicht unbedingt intensiver heißt“, warnte Torsten Lange. Die Arbeit mit den iPads verleite dazu, relativ schnell vorgegebene Lösungen zu übernehmen, statt eine Aufgabe selbst gründlich zu durchdenken, erklärte er.
Die Vorteile für die Recherche seien aber eindeutig. „Man muss nicht erst mit der Klasse in den Computer-Raum oder Laptops für die Schüler holen. Mit dem iPad haben sie alles dabei“, sagte Torsten Lange. Die schnelle Recherche mit den Tablet-PCs sahen auch die Schülerinnen Reneé Jürgens und Chantal Schotemeier als großen Vorteil der kleinen Rechner an.
„Man kann Präsentationen viel besser vorbereiten. Außerdem ging mit den Schul-Laptops das W-Lan im Bioraum oft nicht, das Problem hatten wir mit den iPads nicht“, sagte die 15-jährige Chantal Schotemeier.
Die Systemadministratorin der Schule, Astrid Deters, hatte dafür gesorgt, dass die Rechner auf das Schulintranet und das Internet zugreifen konnten. Handzettel und andere Unterrichtsmaterialien, die normalerweise für jeden Schüler kopiert und verteilt werden mussten, wurden so einfach über das Intranet geteilt.
Die Zeit mit den Tablet-PCs hat die Klasse auf jeden Fall geprägt. Für ihren Abschluss haben die Schüler Pullover bedrucken lassen: Auf dem Rücken ist ein iPad mit den Namen der Schülerinnen und Schüler zu sehen.
