Friesoythe - Im vergangenen Jahr hatte der Landesrechnungshof (LRH) mit der Forderung für Entsetzen gesorgt, Zwergschulen zu schließen. Die kleinen Grundschulen sollten wirtschaftlich überprüft werden, um Empfehlungen über mögliche Fusionen und Schließungen abzugeben. „Bildung kostet Geld und es ist gut, wenn die Öffentlichkeit erfährt, dass wir uns dies eine Menge kosten lassen“, hatte Friesoythes Bürgermeister Johann Wimberg auf die Ankündigung reagiert. Solange die pädagogische Ausstattung von Seiten des Landes gesichert sei, werde es keine Schulschließungen geben, so der Bürgermeister seinerzeit.
Jetzt hatte die Landesregierung bekannt gegeben, trotz weiter sinkender Schülerzahlen und der Kritik des Landesrechnungshofes (LRH) keine Konsequenzen zu ziehen. Es kann weiter unterrichtet werden. Vorerst.
Als „nicht überraschend“ wertete Bürgermeister Johann Wimberg die Mitteilung. „Ich hatte mich bereits in der Vergangenheit kritisch zu den Bewertungen des Landesrechnungshofes geäußert. Daran hat sich nichts geändert.“ Solange es pädagogisch vertretbar sei, werde man von Seiten der Stadt Friesoythe so lange es eben gehe keine Grundschule schließen. Für die pädagogische Bewertung sei aber das Land Niedersachsen als Dienstherr der Lehrerinnen und Lehrer zuständig. „Ich betone einmal mehr, dass sich Kommunen nicht ohne Not den ,schwarzen Peter’ für Schulschließungen zuschieben lassen.“
Als Zwergschulen gelten Standorte mit weniger als 50 Schülern. In Stadtgebiet zählen dazu Neuvrees, Hohefeld und Thüle.
