Auch die dritte Blutspendeaktion an den Berufsbildenden Schulen in Friesoythe war ein Erfolg. Insgesamt 165 Schüler spendeten Blut.
Von Verena MahnFriesoythE/Bösel
– „Vor etwa drei Wochen wurde uns über die Blutspendeaktion vom Deuschen Roten Kreuz Blutspendedienst aus Springe Bescheid gegeben, und ich habe keinen Augenblick lang gezweifelt. Ich wollte sofort mitmachen und helfen.“ Die Einstellung von Marcel Wewer (21) aus Bösel, Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) Friesoythe, ist einfach vorbildhaft. Marcel und weitere 164 Schüler der BBS haben das dritte Blutspenden in der BBS an der Thüler Straße in Friesoythe ermöglicht.Der Vorgang des Blutspendens geht schnell und das Ergebnis ist großartig. Jeder Schüler ab achtzehn Jahren kann spenden. Zu Beginn wird ein Anmeldungsbogen ausgefüllt, in dem Impfungen und Krankheiten vermerkt werden. Danach müssen die Spender ein kleinen Pieks in ihre Fingerspitze von einer Krankenschwester aushalten, damit der Blutzuckerspiegel bestimmt werden kann.
Anschließend schnell Temperaturkontrolle, eine Ärztin misst den Blutdruck und beantwortet noch offene Fragen. Dann geht es los. Nachdem der Blutspender es sich auf einer Liege gemütlich gemacht hat, folgt die Blutentnahme. Wenn etwa 500 Milliliter Blut abgenommen worden sind, wird die Nadel schmerzlos wieder entfernt.
Nach der Blutentnahme dürfen sich die mutigen Schüler der BBS etwa zehn Minuten auf einer weiteren Liege ausruhen und werden wenig später mit leckeren belegten Brötchen und Kakao belohnt. Alles in allem dauert das Blutspenden weniger als eine Stunde. Zeit, die Menschenleben retten kann.
Warum muss man überhaupt Blut spenden? Das lebenswichtige Blut ist durch nichts zu ersetzen. Es ist etwas Lebendiges, was nur der Körper selbst bilden kann. Kranke und verletzte Menschen sind auf Blutspenden angewiesen. Das meiste Blut wird statistisch gesehen zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Und vor allem bei Operationen wird eine Menge Blut gebraucht.
Auch BBS-Schüler Benjamin Gebauer (18) aus Bösel war sofort als Blutspender zur Stelle. „Ich spende, weil andere Menschen ja auch spenden. Vielleicht sogar mal für mich. Ich bin ein sozialer Mensch und möchte gerne helfen. Und falls ich mal Blut brauche, bin ich auch auf andere Spender angewiesen“, so der motivierte Blutspender.
Des Weiteren kann das Blutspenden an den BBS Friesoythe nicht als gewöhnliches Blutspenden. bezeichnet werden. Die Organisatoren sind die Schüler. Die Klasse der Berufsfachschule Kaufmännische Assistenten der Wirtschaftinformatik hat die Organisation selbst in die Hand genommen. „Fast 90 Prozent der Schüler in der Klasse haben neben der Organisation auch Blut gespendet“, so Lehrer Heiner Bahlmann.
Robert Stalljann (19) aus dem Saterland, Schüler der Berufsfachschule Wirtschaft, hat an diesem Tag eine ganz besondere Aufgabe. „Ich bin heute Betreuer und achte darauf, dass hier nichts passiert. Wenn die Schüler gespendet haben, ruhen sie sich noch kurz aus und ich muss beobachten, dass es Allen gut geht und niemand umkippt. Aber bisher ist noch nichts schief gegangen“, so Betreuer Robert.
Lehrer Heiner Bahlmann konnte sich auf seine Schüler verlassen. Die Blutspendeaktion an den BBS Friesoythe soll nun jährlich beibehalten werden. „Es ist uns wichtig, dass vor allem Erstspender angesprochen werden“, so Bahlmann. Hoffentlich wird die Teilnahme der Schüler im nächsten Jahr genauso stark wie die bei dem diesjährigen Blutspenden.
