Sein Arbeitsplatz, die Grundschule Dürerstraße, ist für Ernst Lucht eine „Oase der Ruhe“. „Ich empfinde die Schule als kleine Welt für sich“, sagt der Schulleiter. Eigentlich wollte Ernst Lucht, der heute mit seiner Frau in Falkenburg lebt, Betriebswirtschaft studieren. In Braunschweig, seinem früheren Wohnort, sei aber die Nähe der pädagogischen Hochschule zu „verlockend“ gewesen. Außerdem seien die Einstellungsmöglichkeiten für Lehrer am Ende der 60er Jahre sehr gut gewesen. Im Laufe der Zeit habe er gemerkt, dass die Entscheidung zur pädagogischen Ausbildung die Richtige gewesen sei. „Mein Beruf macht mir immer noch Spaß“, sagt der 61-Jährige.
Am Anfang seiner beruflichen Tätigkeit sei er „gleich ins eiskalte Wasser geworfen worden“. Die Arbeit an der „Ein-Klassen-Schule“ Schlutter-Holzkamp mit ihm als einzigem Lehrer und Schulleiter, sei „ein Erlebnis gewesen“. Danach kam er zur Hauptschule, und wurde später Direktor der Orientierungsstufe in Ganderkesee. Nach der Abschaffung der Orientierungsstufe im Sommer 2004 nahm Ernst Lucht den Posten des Schulleiters an der Grundschule Dürerstraße an. „Das war die richtige Entscheidung“, meint er. Wichtig sei für ihn die Offenheit und Emotionalität seiner Schüler. „Das unbedingte Vertrauen der Kinder – diese Welt mag ich“, erklärt er. Eine Schule zu leiten, verlange nicht nur Erfahrungen in der Menschenführung, sondern erfordere auch das Umsetzen von Veränderungen.
In seiner Freizeit radelt Ernst Lucht gern durch das Oldenburger Land, oder er fährt zum Wandern in die Berge. Für ihn sei dabei die körperliche Anstrengung und die Einsamkeit wichtig – als willkommener Ausgleich zu den Anforderungen des Berufes.cst
Ernst Lucht
Schulleiter
