Wiefelstede - Die Wiefelsteder SPD-Fraktion hat beantragt, in den Fachausschüssen und im Gemeinderat über die Einrichtung einer Oberstufe an der Oberschule Wiefelstede zum Schuljahr 2017/18 zu beraten. Erstmals könnten dann Schülerinnen und Schüler das Abitur auch in der Gemeinde Wiefelstede erwerben – nach dem Willen der SPD im 13. Jahrgang.

„Da jahrzehntelang kein gymnasiales Angebot in der Gemeinde bestand, meldeten die Eltern ihre Kinder an Gymnasien außerhalb der Gemeinde an. Gegenwärtig besuchen 647 Mädchen und Jungen Gymnasien rund um Wiefelstede, davon derzeit allein 469 am Gymnasium der KGS Rastede“, heißt es in dem Antrag, der Wiefelsteder Bürgermeister Jörg Pieper zuging.

Die Oberschule Wiefelstede wurde im Jahr 2011 eingerichtet, seit dieser Zeit gibt es erstmals ein gymnasiales Angebot bis zur 10. Klasse. „Da die neue Schule weitgehend die pädagogischen Strukturen einer IGS übernommen hat, ist die Akzeptanz in den vergangenen drei Jahren stetig gestiegen – nicht zuletzt deshalb, weil Eltern sich nicht bereits im vierten Schuljahr für eine bestimmte Schulform für ihr Kind entscheiden müssen“, stellt die SPD-Fraktion fest. Durch ein „komplettes Angebot“ – also bis zum Abitur im 13. Jahrgang – würden deutlich mehr Kinder an der Wiefelsteder Oberschule zusätzlich angemeldet werden, schreibt die Fraktion: Deshalb könne von einer gesicherten Schülerzahl auch für die Oberstufe ausgegangen werden. Zudem sieht die Fraktion die Oberschule als eine sinnvolle Alternative zu der sehr großen Rasteder KGS.

„Weitere Schuldiskussionen in der Gemeinde möchten wir den Kindern, Eltern, Lehrkräften und auch der Gemeinde als Schulträger nicht erneut zumuten“, stellt Fraktionssprecher Jörg Weden fest: „Die vorhandene Oberschule leistet hervorragende integrative Arbeit. Da ist es besser, die vorhandenen Grundlagen auszubauen, als erneut in eine ideologisch bestimmte (IGS-)Diskussion einzutreten.

Die SPD-Fraktion hat das Ziel, noch vor der Sommerpause einen Grundsatzbeschluss des Gemeinderates zur Oberstufe herbeizuführen. „Nur so können wir letztlich die Zustimmung aus dem Kultusministerium erhalten, denn derzeit gilt noch die alte Regelung, Oberschulen mit gymnasialem Angebot nur bis zum 10. Schuljahr zu führen.“

Die SPD-Fraktion betont, dass man bei der Landesregierung Korrekturen der bestehenden Verhältnisse erreichen möchte, denn letztlich erwarte man keine Sonderbehandlung, sondern nur, dass bei der Oberschule Wiefelstede der gleiche Maßstab (bei der Einrichtung von Oberstufen) angelegt werde, wie er auch an anderen Gesamtschulen üblich ist.