Harpstedt - Die Gruppe SPD und Grüne im Kreistag steht hinter der Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Harpstedt mit Beginn des Schuljahres 2014/2015.
Einstimmig hatte die Gruppe den Antrag der Harpstedter Kreistagsabgeordneten Regina Huntemann (Bündnis 90/Grüne) sowie Klaus Budzin und Heinz-Jürgen Greszik (beide SPD) für eine erneute Elternbefragung unterstützt und an Landrat Frank Eger weitergeleitet.
Alle Kreistagsabgeordneten der Gruppe reagierten enttäuscht auf die überraschend schnelle Entscheidung der Gemeinde Ganderkesee, die Elternbefragung für ihr Gebiet abzulehnen. Der Kreisschulausschuss hatte empfohlen, die Befragung durchzuführen, soweit die betroffenen Gemeinden nicht ausdrücklich widersprechen. Dieser Be-schlussempfehlung hatten SPD und Grüne zugestimmt, um die Befragung so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen.
Mit einem ausdrücklichen Widerspruch aus den Gemeinden hatte indes keiner gerechnet, zumal das Schulgesetz ausdrücklich auf den Elternwillen abstellt, der jetzt in Ganderkesee gar nicht erst ermittelt werden soll. Die Gruppe hofft nun auf eine positive Begleitung in der Gemeinde Dötlingen und der Stadt Wildeshausen. Die Eltern sollten ermutigt werden, sich an der Befragung zu beteiligen.
Bis zur Elternbefragung muss es nun vorrangig um die Information der Eltern zur Schulform IGS gehen. Grundlage für die Feststellung des Elternwillens ist deren Wissen, was eine Integrierte Gesamtschule eigentlich ausmacht. Nur so kommt ein klareres Bild für eine weitere IGS im Landkreis Oldenburg zustande. Die Frage der Schulträgerschaft und Finanzierung wird sowohl für den Landkreis als auch für die Samtgemeinde Harpstedt akzeptabel gelöst werden.
Seit 2010 besteht sowohl im Rat der Samtgemeinde Harpstedt (einstimmiger Beschluss) als auch im Kreistag der Wille für eine IGS in Harpstedt. Mit der aktuellen Änderung des Schulgesetzes besteht nun die Chance, diesen Willen umzusetzen.
