Nordenham - Bei den bevorstehenden Umstrukturierungen in der Nordenhamer Schullandschaft warnt die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Karin Logemann, vor voreiligen Entscheidungen. Hintergrund sind die Bestrebungen der Oberschule I und der Luisenhofschule, sich in Integrierte Gesamtschulen (IGS) umwandeln zu lassen. „Wir brauchen jetzt keine Schnellschüsse“, sagt die SPD-Politikerin, „wir müssen gemeinsam mit den Schulen ein tragfähiges Konzept für Nordenham hinbekommen.“
Karin Logemann sieht im Kreistag die Arbeitsgruppe Schulentwicklung gefordert, eine zukunftsfähige Lösung zu finden. Wenig hilfreich sei dabei ein „einseitiges Vorpreschen aus dem politischen Raum“. Durch eine solche Vorgehensweise würden Ängste geschürt, Hoffnungen geweckt und „letztlich nur Unruhe gestiftet“.
Statt einer politischen Inszenierung sei es notwendig, ein sachbezogenes und langfristiges Gesamtkonzept zu erarbeiten. Dabei macht Karin Logemann deutlich, dass die SPD „uneingeschränkt“ das Modell der Integrierten Gesamtschule unterstütze. „Aber wo das Schild IGS dran steht, muss auch IGS drin sein“, betont sie.
Laut Karin Logemann sind sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe Schulentwicklung schon länger darüber im Klaren, dass in Nordenham besondere Probleme im Sekundarbereich I auftreten werden.
Das Gymnasium, die Oberschule I sowie die Luisenhofschule mit jeweils einer selbstständigen Realschule und Hauptschule sehen sich mit sinkenden Schülerzahlen und veränderten Bildungsangeboten auf Landesebene konfrontiert. Deshalb hat sich die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion von jeder der drei Schulen über deren Zukunftsvorstellungen informieren lassen. Ihr Fazit: „Die Schulen leisten eine hervorragende und sehr verantwortungsbewusste Arbeit.“ Zudem hätten alle Einrichtungen ihre Stärken und ihre speziellen Profile. Diese Voraussetzungen und Grundlagen gelte es, in dem Gesamtkonzept zu berücksichtigen.
