Westerstede - Der SPD-Ortsverein Westerstede möchte die Diskussion um die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS) in Schwung bringen und hat einen entsprechenden Antrag auf den Weg gebracht.

Danach befürworten die Sozialdemokraten folgendes Verfahren: Die Stadtverwaltung sollte gemeinsam mit den Schulleitungen der Robert-Dannemann-Schule (RDS) und dem Gymnasium erörtern, ob die RDS ab dem Schuljahr 2015/16 als IGS betrieben werden könnte oder ob es die Möglichkeit einer Kooperation beider Schulen gibt.

Neben Gesprächen mit der Landesschulbehörde sollten nach Ansicht der SPD auch Informationsveranstaltungen vorbereitet werden. Ziel ist es, die Eltern aller Grundschüler zu erreichen und ihnen die drei möglichen Schulformen Oberschule, Gymnasium und IGS vorzustellen. Im Anschluss sollten dann die Eltern befragt und ein Meinungsbild eingeholt werden. Bestehe der Elternwunsch, sollte die RDS zügig in eine IGS umgewandelt werden. Ausgelotet werden sollte nach Meinung der SPD beim Thema „IGS“ aber auch eine mögliche Kooperation mit der Gemeinde Apen, wo ebenfalls der Wunsch nach einer IGS besteht.

„Wichtig ist die sofortige Beteiligung der Schulen und eine möglichst frühzeitige Beteiligung der Elternvertretungen“, heißt es in dem Antrag weiter. Wie die Sozialdemokraten deutlich machen, drängt die Zeit. Da in vielen umliegenden Gemeinden über die Einrichtung einer IGS nachgedacht werde, müsse auch Westerstede handeln. Es sei eine „Sogwirkung“ zu befürchten und damit eine Schwächung des Schulstandortes Westerstede. Hinzu komme, dass Kinder aus der Friesischen Wehde künftig nicht mehr die Möglichkeit haben, das Gymnasium in Westerstede zu besuchen. Als Argument diente bisher der hier angebotene Musikzweig. Nun solle vor Ort ebenfalls ein solches Angebot realisiert werden, hat die SPD erfahren.