Friesoythe - „Ha, siehst du! Wir haben es geschafft, Lee-Ann“, freut sich Mama Stephanie Irion. Die beiden suchen Paare beim Hör-Memory. Und das ist gar nicht so einfach. Luftballons hängen an langen Schnüren von der Decke der Turnhalle des Piccolino-Kindergartens in Altenoythe. Jeder der Luftballons ist mit etwas gefüllt und zwei gehören zusammen.
Um die Paare zu finden, müssen Kinder und Erwachsene schon genau zuhören, wenn sie die Ballons schütteln. Gar nicht so einfach. Hannes (4 Jahre) macht es nämlich mehr Spaß, alle Luftballons gleichzeitig durch den Raum zu schleudern, als aufmerksam zuzuhören.
Ruhiger geht es da im Nachbarraum zu. Dort basteln die Jungen und Mädchen Stehaufmännchen. Erzieherin Irma Willer erklärt, wie die funktionieren: „Wir basteln für die Luftballons Füße. Immer wenn die Kinder sie hochwerfen, landen sie auf den Füßen.“ Alina (4 Jahre) ist schon fertig mit ihrem Männchen. Es schielt ein wenig, funktioniert aber sehr gut.
„Wir haben das Forscherkaffee für die Eltern organisiert, damit sie sehen, was ihre Kinder so erleben“, erklärt Kindergartenleiterin Iris Göhre. An diesem Nachmittag bekommt jeder, der vier Stationen schafft, eine Urkunde. Die Kinder lernen bei den Experimenten spielerisch etwas über Naturwissenschaften, Technik und Mathe.
So wie im Raum der Bärengruppe. Da wird konzentriert an dreidimensionalen Gebilden gebastelt. Aus Erbsen und Holzspießen entstehen so kleine Häuser und Würfel. „So manch ein Elternteil hat auch schon einen Aha-Effekt erlebt“, erzählt Göhre. Und Spaß haben alle. Anna (5 Jahre) bastelt mit ihrem Papa Frank Cloppenburg an einer Spirale, die sie im einem Wasserbecken schwimmen lassen – so lernen die Kinder die Oberflächenspannung kennen. „Ich finde es besonders schön, dass Papa dabei ist“, sagt sie.
Simon (3 Jahre) hat keine Zeit zu reden, er zeigt lieber stolz sein Experiment. Auf einen Eisbecher hat er einen Latexhandschuh gespannt. Im Eisbecher steckt ein Strohhalm und wenn Simon durch den Strohhalm pustet, dann bläst sich der Ballon auf und die Luft wird sichtbar.
Bei Kaffee und selbst gebackenem Kuchen lassen Forscher und Eltern den Nachmittag ausklingen.
