[SPITZMARKE]ELISABETHFEHN - Vor allem jüngere Schüler fürchte sich manchmal vor der Fahrt mit dem Schulbus. Jetzt lernten die Kinder, wie man sich richtig auf der Fahrt verhält.
Von Hans Passmann
ELISABETHFEHN - Bus fahren will gelernt sein. Das gilt nicht nur für Fahrer, sondern auch für die Passagiere. Deshalb trainierte die Polizei mit dem Busunternehmen Meyer aus Harkebrügge in einer gemeinsamen Aktion Schüler der ersten Klassen der Grundschule Sonnentau in Elisabethfehn.Die Busfahrt zur Schule gehört für viele Kinder und Jugendlichen zum Alltag. Doch vor allem die jüngeren Mitfahrer haben häufig Angst davor. Denn, so heißt es, die Hackordnung in den Schulbussen ist streng. Ältere Schüler erheben Anspruch auf Sitzplätze. Schülertrauben an der Bushaltestelle, Geschiebe und Gedrücke.
Dass es so nicht sein muss, zeigte das Bustraining für die rund 25 Schülerinnen und Schüler vom Elisabethfehnkanal. Busfahrer Josef Meyer, Reiner Düpont von der Polizei Barßel und die Lehrer Burkhard Grüneberg und Günther von Wahden vermittelten den Anfängerklassen der Elisabethfehner Grundschule wichtige Informationen und Verhaltensregeln rund um das Busfahren.
Was passiert, wenn der Bus an- und abfährt? Wohin mit dem Schulranzen? Wie funktioniert das geordnete Ein-und Aussteigen in den Bus? Wie überquert man am sichersten die Fahrbahn? Diese und ähnliche Fragen wurden von den Experten beantwortet.
Auf dem Fahrersitz Platz zu nehmen und zu sehen, welchen Blickwinkel der Busfahrer hat, war für die Kinder besonders interessant. Die sechsjährige Melanie fand diese Aktion gut. Sie fahre täglich mit dem Bus zur Schule. Die anderen Kinder drängeln immer so beim Einsteigen. Sie sei allerdings überzeugt, dass sie und ihre Mitschüler nach diesem Training künftig kaum Angst vor der Busfahrt haben müssen.
„Das Bustraining war ganz cool“, befanden die meisten Kinder. Die Rundfahrt durch den Ort habe der Klasse sehr gefallen. Ganz interessant fanden die Schüler das Aus – und später wieder Einsteigen in den Bus bei der Haltestelle beim Dorfgemeinschaftshaus. Die Kinder forderten: „Nochmal!“. Doch die Rückfahrt zur Schule stand an. Schließlich war anschließend noch Unterricht. Jedes Mädchen und jeder Junge erhielt vom Polizeibeamten Düpont ein Begleitblatt, um zu Hause noch einmal alles nachlesen zu können.
Das Verhältnis zwischen Busfahrern und Schülern erscheint besser als sein Ruf. „Die meisten Busfahrer sind nett“, sagten die Schüler, die täglich mit dem Bus fahren. Auch Busfahrer Josef Meyer bezeichnete den Kurs als sinnvoll. „Wichtig ist es für uns, dass auch die Schüler das Busfahren kennen lernen, die derzeit noch mit dem Rad oder zu Fuß zur Grundschule Sonnentau kommen.“
Nach der vierten Klasse müssten die Kinder dann mit dem Bus zum Schulzentrum nach Barßel fahren. Und dann gebe es für diese Mädchen und Jungen tatsächlich ein ganz anderes Erlebnis im Bus, sagte der Busfahrer. Zufrieden mit dem Bustraining zeigte sich auch Schulleiterin Hanna Weerts-Schulte.
Und auch der Barßeler Schutzmann Reiner Düpont war von der Übung mit den Grundschülern überzeugt: „Die Kinder haben gut mitgemacht.“
