[SPITZMARKE]HOHENFELDE - HOHENFELDE/FA - „Ich versteh’ das nicht“, sagt ein junges Mädchen und zeigt ratlos auf einen Haufen Äste, der neben einem Kreis aus Feldsteinen liegt. Was wie die Vorbereitungen eines Lagerfeuers aussieht, sind in Wirklichkeit die Überreste des Weidentipis, das die Grundschüler während mehrerer Projekttage im September vorigen Jahres gebaut hatten. Unterstützt wurden sie damals von Jens Hilgen vom Regionalen Umweltzentrum Hosüne und zwei Praktikanten.

Wer das große Tipi am vergangenen Wochenende zerstört hat, können die Schüler und Lehrer der Grundschule nur vermuten. Es ist mittlerweile sogar schon der zweite Zwischenfall dieser Art. Bereits Anfang Oktober hatten Unbekannte den Bau auf der großen Wiese in seine Einzelteile zerpflückt. Nach dem ersten Mal hatte sich die Schule entschieden, das Tipi erneut aufzubauen. Dieses Mal sieht es anders aus. „Es macht keinen Sinn, wir müssen davon ausgehen, dass es immer wieder zu solchen Auswüchsen kommt“, bedauert Rektorin Susanne Kleimann. „Der Vandalismus hat jetzt offensichtlich auch Hohenfelde erreicht.“

Besonders leid tun ihr die Grundschüler, die am Bau des Weidentipis fleißig mitgeholfen hatten. „Viele waren richtig geschockt, als sie am Montag die Zerstörung entdeckt hatten“, berichtet Kleimann. In den Klassen sei der Vorfall ausführlich besprochen worden, sagt die Rektorin, wenn es auch schwer falle, die Tat zu verstehen. Die Grundschule hat – wie schon im ersten Fall – bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt gestellt.