[SPITZMARKE]HUDE - HUDE/SO - Die Raumnot an der Förderschule Vielstedter Straße bekam die FDP-Kreistagsfraktion gestern am eigenen Leibe zu spüren: Die sieben Freidemokraten drängten sich gemeinsam mit dem 1. Kreisrat Rolf Eilers und Pressevertretern zum Gespräch mit Schulleiterin Uta Komendzinski ins Lehrerzimmer. „Dienstbesprechungen sind hier überhaupt nicht möglich“, sagte die Rektorin. 18 Lehrkräfte sowie sieben pädagogische Mitarbeiter gehören zu ihrem Team. Rund 80 Schüler tummeln sich an der „Förderschule für Lernen und geistige Entwicklung“, und diese Zahl wird laut Komendzinski auch in den nächsten Jahren Bestand haben: „Dass es so einen Bedarf gibt, damit haben wir alle nicht gerechnet.“ Für Komendzinski steht fest, dass „Bedingungen wie im Kaninchenstall den Schülern nicht zumutbar“ seien. Sie hat deshalb den Landkreis Oldenburg als Schulträger um Hilfe gebeten.
Der hat auch reagiert, wie Rolf Eilers betonte: 10 800 Euro sind als Mietkosten im Haushalt für 2007 ausgewiesen. Diese Mittel zielen auf Überlegungen der Schule ab, zwei Klassen mit einem Gruppenraum und Küche auszulagern. Die Schule hat dazu ein pädagogisches Konzept erarbeitet. Der Haken dabei: „Schulnah“ lässt sich kein geeignetes Objekt finden – „dabei brauchen wir eine Lösung fürs nächste Schuljahr“, drängte Uta Komendzinski.
Auf dem Gelände der Schule an der Vielstedter Straße gibt es seit der bislang letzten Erweiterung Mitte der 90-er Jahre keine Ausbaumöglichkeiten mehr. Eine Aufstockung des angebauten Flachdachgebäudes ist nach Einschätzung der Experten der Kreisverwaltung nicht möglich – das möchte die FDP-Fraktion indes noch einmal überprüft wissen.
Fraktionschef Ernst-August Bode will die Raumprobleme im zuständigen Fachausschuss des Kreistages erörtern lassen. Außerdem will er bei der Landesschulbehörde nachhaken, ob die Förderschule mit einem pädagogischen Mitarbeiter für die Umsetzung des Ganztagsschulbetriebes bedacht wird. Dem Vernehmen nach sind 15 neue Stellen bewilligt worden. An der Vielstedter Straße soll das Ganztagsangebot im nächsten Schuljahr auf vier Klassen ausgedehnt werden – bislang ohne „eine einzige zusätzliche Personalstunde“, so Komendzinski.
Bode will gegenüber dem Land Niedersachsen auch auf die Bewilligung von wenigstens einer „halben Stelle“ für einen Sozialpädagogen drängen. Zudem hat die FDP beantragt, die Budgets der Förderschulen im Landkreis um jeweils 2000 Euro zu erhöhen.
Fest rechnen kann die Schule mit den 250 Euro, die die FDP-Fraktion aus gesparten Wahlkampfmitteln als Spende an Schulleiterin Uta Komendzinski überreichte.
