[SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPITZMARKE][SPI - GANDERKESEE/MTN - Heiko Anthonsen könnte sich eigentlich freuen. 132 Fünftklässler kann der Leiter des Gymnasiums Ganderkesee nach den Sommerferien begrüßen. Damit ist die Schule mit Abstand die größte weiterführende Schule in der Gemeinde. Dennoch sieht sich Anthonsen mit dem „Rücken an der Wand“. Mit 132 Schülern hat er die aus einer maximalen Klassengröße von 32 Schülern resultierende Vierzügigkeit „bis aufs letzte ausgereizt“ – und sogar etwas darüber hinaus: 33 Schüler sind es künftig pro Klasse. Sollten nach den Ferien noch weitere dazu kommen, hätte das die Einrichtung einer fünften Klasse zur Folge.
Keine Probleme hatte Anthonsen im Großen und Ganzen mit der Deckung von Elternwillen und Empfehlung der Grundschulen. Zwar gebe es immer eine Reihe von Eltern, die sich nicht an den Rat hielten. Doch deren Zahl sei stetig weniger geworden, so der Schulleiter.
Mehr Probleme haben da schon die Hauptschulen (HS). Zwar nahmen beide Schulen mehr Schüler an als im Vorjahr. Doch versuchen mehrere Schüler mit Hauptschul-Empfehlung ihr Glück doch erst an der Realschule (RS). Mit dem Ergebnis, dass die HS Bookholzberg „spätestens Ende der Klasse 6“ wegen der hohen Zahl an Schülern, die auf der Realschule nicht zurecht gekommen sind, „von der Einzügigkeit in die Zweizügigkeit wechseln müsse“, wie Schulleiter Friedrich Stürzekarn ankündigt. Einen Trend, den auch Kollege Burkhard Lindner von der HS Ganderkesee bestätigt: „Seit der Elternwille frei ist, haben wir jedes Jahr eine hohe Zahl von Rückläufern.“
Mit noch größeren Klassen muss der Leiter der RS Ganderkesee, Joachim Hüneberg, leben. 91 Schüler – „fast alle mit Realschul-Empfehlung“ – verteilen sich künftig auf drei Klassen. Im abgelaufenen Schuljahr waren es noch 83. Einen „Versatz nach oben“ hat hingegen Dieter Beckmann, Leiter der RS Bookholzberg, beobachtet, der sich gewünscht hätte, „alle Schüler mit Realschul-Empfehlung, die sich am Gymnasium angemeldet haben“ zu kriegen. Andererseits haben immerhin 18 seiner 75 künftigen Realschülern eine Hauptschul-Empfehlung.
